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Erfundener Lageso-Toter: Bündnis "Moabit hilft" ist fassungslos

Erfundener Flüchtlingstod  

Berlins Innensenator: "Mieseste Aktion, die ich je erlebt habe"

28.01.2016, 15:14 Uhr | t-online, dpa

Erfundener Lageso-Toter: Bündnis "Moabit hilft" ist fassungslos. Flüchtlinge am Berliner Lageso: Die Nachricht eines Flüchtlingshelfers über den den Tod eines Syrers erwies sich als Falschbehauptung.  (Quelle: dpa)

Flüchtlinge am Berliner Lageso: Die Nachricht eines Flüchtlingshelfers über den den Tod eines Syrers erwies sich als Falschbehauptung. (Quelle: dpa)

Nach der frei erfundenen Schreckensmeldung über den Tod eines syrischen Asylbewerbers hat Berlins Innensenator Frank Henkel rechtliche Konsequenzen für den Flüchtlingshelfer gefordert, der die Nachricht gestreut hatte: "Das ist eine der miesesten und perfidesten Aktionen, die ich jemals erlebt habe", sagte er.

"Berlins Behörden mussten über Stunden mit hohem Aufwand nach einem erfundenen 'Lageso-Toten' suchen", so der CDU-Politiker weiter. 

Nach tagelangem Schlangestehen angeblich gestorben

Ein ehrenamtlicher Flüchtlingshelfer hatte am Mittwoch behauptet, dass ein 24-jähriger Syrer in der Nacht gestorben sei. Er habe zuvor tagelang vor dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) angestanden.

Der Helfer schrieb auf Facebook, er habe den stark fiebernden Mann zu sich geholt. Wegen seines schlechten Zustandes habe ein Krankenwagen den Syrer abgeholt. Auf dem Weg in eine Klinik sei er gestorben.

Später löschte der Helfer den Eintrag wieder und tauchte einen Tag lang unter. Am Mittwochabend gestand der Mann in einer Befragung der Polizei, den Fall nur erfunden zu haben. Zum seinem Motiv äußerte sich die Polizei bislang nicht.

Bündnis "Moabit hilft": Wir sind "fassungslos"

Nachdem sich die Behauptung des Flüchtlingshelfers als frei erfunden erwiesen hat, hat sich auch das Berliner Bündnis "Moabit hilft" zu Wort gemeldet, dem der Helfer angehörte. Man sei "fassungslos", hieß es in einer ersten Reaktion auf Facebook.

In den vergangenen Monaten habe man den Helfer "als verlässlichen und integren Unterstützer" kennengelernt, "der sich auf unterschiedlichste Weise für viele geflüchtete Menschen engagiert hat". Man kenne seine Motivation für die Falschbehauptung nicht und wolle diese auch nicht kommentieren. Nach dem Vorfall sei der Helfer für das Bündnis noch nicht zu sprechen gewesen. 

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