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So wenig neue Flüchtlinge in Deutschland wie lange nicht

Balkanroute abgeriegelt  

Im März so wenig neue Flüchtlinge in Deutschland wie lange nicht

16.03.2016, 12:28 Uhr | IW, rtr

So wenig neue Flüchtlinge in Deutschland wie lange nicht. Die Bundespolizei zählt im März so wenige Flüchtlinge wie seit Monaten nicht mehr. (Quelle: dpa)

Die Bundespolizei zählt im März so wenige Flüchtlinge wie seit Monaten nicht mehr. (Quelle: dpa)

Durch die weitgehende Abriegelung der Balkanroute kommen in Deutschland so wenige Flüchtlinge an wie seit Monaten nicht mehr. 3708 Migranten sind bis Mitte März eingereist. Das geht aus Zahlen der Bundespolizei hervor.

Im Schnitt waren dies 247 Flüchtlinge pro Tag. Am Dienstag seien bundesweit 83 Personen und in Bayern 41 Menschen illegal über die Grenze gekommen, sagte ein Sprecher der Behörde in Potsdam. Dies war der niedrigste Wert in diesem Jahr. In Bayern trafen im März den Angaben zufolge bislang 3023 Migranten ein, also rund 200 pro Tag.

Bis zum 15. Februar waren zum Teil jeden Tag noch mehr als 2000 Flüchtlinge in Deutschland eingereist. Nach diesem Datum fiel die Zahl zunächst auf unter 900 Personen pro Tag, seit fast drei Wochen übersteigt sie die 600er-Marke nicht mehr.

Nachträgliche Registrierungen erhöhen die Neuerfassungen

Im gesamten Februar waren nach den Zahlen der Bundespolizei, die auf Kontrollen an den Grenzen beruhen, 38.570 Asylsuchende eingereist - das waren im Schnitt 1330 pro Tag. Im Januar zählte die Behörde 64.700 Neuankömmlinge, im Schnitt also 2086 pro Tag.

Im Sommer und Herbst 2015 waren über viele Wochen sogar Tag für Tag 7000 Flüchtlinge und mehr angekommen.

Die Easy-Datenbank der Länder weist für Januar und Februar mehr Neuerfassungen auf. Diese beruhen auf Registrierungen in Erstaufnahmezentren und sind vor allem auf nachträgliche Registrierungen zurückzuführen.

Studie: Viele Firmen wollen Flüchtlinge beschäftigen

Derweil gibt es Hoffnungsschimmer bei der Beschäftigung für Flüchtlinge. Eine Tochter des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hat Geschäftsführer von Industrie- und Dienstleistungsfirmen dazu befragt, ob sie bereits Flüchtlinge beschäftigen oder planen Asylbewerber zu beschäftigen. Demnach hätten knapp elf Prozent der Firmen konkrete Pläne in Zukunft Flüchtlinge zu beschäftigen. Von den Unternehmen, die bereits Migranten zur Belegschaft zählen würden sogar über 40 Prozent planen, weitere Flüchtlinge einzustellen.

Allerdings blieben fehlende Deutschkenntnisse und zu geringe fachliche Qualifikationen bei den meisten ein Hindernis. "Die Bundesregierung muss es Flüchtlingen weiter erleichtern, Deutsch zu lernen und sich fortzubilden", sagte IW-Direktor Michael Hüther.

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