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De Maizière dementiert Bericht über unregistrierte Flüchtlinge

"Halte ich für absurd"  

De Maizière dementiert Bericht über halbe Million unregistrierte Flüchtlinge

05.04.2016, 13:26 Uhr | AFP, t-online.de, dpa

De Maizière dementiert Bericht über unregistrierte Flüchtlinge. Innenminister Thomas de Maizière (CDU) auf einer Pressekonferenz in Berlin. (Quelle: dpa)

Innenminister Thomas de Maizière (CDU) auf einer Pressekonferenz in Berlin. (Quelle: dpa)

Eine halbe Million Flüchtlinge sollen sich derzeit unregistriert in Deutschland aufhalten: Das gehe aus einem Zwischenbericht des Bundesinnenministeriums und des Bundeskriminalamts (BKA) hervor, berichtete die "Bild". Innenminister Thomas de Maizière hat diese Meldung jetzt deutlich zurückgewiesen.

"Dass hier 500.000 leben sollten, die kein Geld wollen, die kein Verfahren wollen, das halte ich für absurd", sagte de Maizière im ARD-"Morgenmagazin" zu der verbreiteten Statistik.

Der Innenminister räumte ein, dass es im vergangenen Herbst Probleme bei der Registrierung gegeben habe, als Flüchtlinge in großer Zahl über Österreich nach Bayern kamen. Damals habe die Verteilung der Flüchtlinge aus den Grenzgebieten auf die Länder Vorrang gehabt. Inzwischen seien aber "ganz viele Nachregistrierungen erfolgt". Ein neues Gesetz stelle nun auch den Informationsaustausch zwischen den Behörden sicher.

"Bild": hohe Dunkelziffer

Dagegen hatte "Bild" von einer besorgniserregend hohen Dunkelziffer gesprochen. "Viele Migranten melden sich nicht bei den Behörden aus Angst, abgewiesen zu werden", zitierte das Blatt eine ungenannte Quelle aus dem Innenministerium. Der "Bild"-Bericht hatte auch schon in den sozialen Netzwerken Wellen geschlagen.

Laut "Bild" will de Maizière zudem am Mittwoch eine Zwischenbilanz des Bundeskriminalamtes zur Flüchtlingskrise im Kabinett vorlegen. Demnach begingen vor allem Migranten aus den Balkanländern Straftaten. Syrer, Iraker und Afghanen fielen dagegen kaum auf.

Der Chef des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf), Frank-Jürgen Weise, hatte Mitte März gesagt, dass die deutschen Behörden im Laufe des Jahres einen genauen Überblick darüber bekämen, wer sich als Flüchtling in Deutschland aufhalte. Die Zahl der Menschen, die binnen der vergangenen drei Jahre als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen und auch geblieben sind, schätzte Weise auf 1,2 Millionen.

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