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Sachsens Verfassungsschutz warnt: Rechtsextremisten dringen in neue Kreise vor

Sachsens Verfassungsschutz warnt  

Rechtsextremisten dringen in neue Kreise vor

26.05.2016, 11:04 Uhr | dpa, t-online.de

Sachsens Verfassungsschutz warnt: Rechtsextremisten dringen in neue Kreise vor. Sachsens Verfassungsschutz sieht Rechtsextremisten im Windschatten der Anti-Asyl-Demos zunehmend auf dem Vormarsch. (Quelle: dpa)

Sachsens Verfassungsschutz sieht Rechtsextremisten im Windschatten der Anti-Asyl-Demos zunehmend auf dem Vormarsch. (Quelle: dpa)

Heidenau, Freital, Leipzig-Connewitz: Immer wieder hat sich in den vergangenen Monaten in Sachsen rechter Hass gegen Flüchtlinge und Andersdenkende gerichtet. Eine Entwicklung, die der Verfassungsschutz im Freistaat mit großer Sorge beobachtet. 

Die Anti-Asyl-Demonstrationen "führten dazu, dass Rechte in Kreise vordringen konnten, die bislang Distanz zu ihnen gehalten haben. Da ist ihnen einiger Geländegewinn gelungen", sagte Sachsens Verfassungschutzchef Gordian Meyer-Plath zu "Spiegel Online". Demnach breiteten sich Rechtsextreme zunehmend in früher für sie unzugänglichen Teilen der Gesellschaft aus.

Weitere militante Zellen könnten sich bilden

Seine Sorge sei auch, dass Rechtsextremisten verstärkt der Meinung sein könnten, asylfeindliche Demonstrationen genügten nicht mehr, so Meyer-Plath weiter. "In der Konsequenz könnten sich weitere Zellen wie die 'Oldschool Society' oder die 'Gruppe Freital' bilden. Solche rechtzeitig zu erkennen, ist ungeheuer schwierig."

Der Verfassungsschutz in Sachsen schaue genau hin, was Rechtsextremisten bei Pegida tun - und ob sie dort in relevanter Weise Einfluss nehmen. "Bislang haben wir keine ausreichenden Hinweise darauf, dass es sich bei Pegida um eine Gruppe handelt, deren Ziel die Abschaffung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung ist", sagte Meyer-Plath.

Auch Linksextremisten im Fokus

Zur Lage in Leipzig, wo es in den vergangenen Monaten wiederholt schwere Ausschreitungen von Links- und Rechtsextremisten gab, sagte der Verfassungsschützer: "In Leipzig ist die Situation brisant. Mir macht vor allem Sorge, dass sich Autonome aus Westdeutschland und Berlin verstärkt nach Leipzig bewegen. Sie glauben, dort ein gutes Umfeld für ihre Aktionen vorzufinden, und sind bereit, schwerste Straftaten zu begehen."

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