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Joachim Gauck in Sachsen Sebnitz als "Volksverräter" beschimpft

"Volksverräter" und "Hau ab"  

Gauck in Sachsen massiv beschimpft und beleidigt

27.06.2016, 12:36 Uhr | dpa, AFP

Joachim Gauck in Sachsen Sebnitz als "Volksverräter" beschimpft. Mit Deutschlandfahnen "Willkommen in Dunkeldeutschland" protestieren Menschen gegen den Besuch von Bundespräsident Joachim Gauck. (Quelle: dpa)

Mit Deutschlandfahnen "Willkommen in Dunkeldeutschland" protestieren Menschen gegen den Besuch von Bundespräsident Joachim Gauck. (Quelle: dpa)

Mit aggressiven Sprechchören und Plakaten ist Bundespräsident Joachim Gauck bei einem Besuch im sächsischen Sebnitz empfangen worden. Es gab Tumulte.

Das Staatsoberhaupt wurde von einer Menge mit Rufen wie "Hau ab" und "Volksverräter" beschimpft. Von insgesamt rund 300 Menschen beteiligten sich etwa 30 an den Störungen. Demonstranten zeigten den Mittelfinger oder trugen Fahnen mit der Aufschrift "Das Pack grüßt Gauck".

Nicht das erste Mal

Der Präsident hatte die Stadt wegen des 116. Deutschen Wandertages besucht. Bereits im März war Gauck bei einem Besuch im sächsischen Bautzen beschimpft und beleidigt worden.

Augenzeugenberichten zufolge soll es in Sebnitz in der Sächsischen Schweiz zwischen den Anhängern und Gegnern von Gauck zu tumultartigen Szenen gekommen sein. Ein Besucher wurde an den Augen behandelt, weil er Reizgas abbekommen hatte.

Ein Störer wurde von der Polizei in Gewahrsam genommen. Er hatte dem Sprecher zufolge zunächst eine Werbebroschüre geworfen und schließlich massiven Widerstand geleistet, als Beamte seine Identität feststellen wollten. Dabei setzen die Beamten auch Pfefferspray ein.

Gauck reagiert gelassen

Die Polizei in Dresden, die den Präsidenten abschirmen musste, sprach von einem normalen Einsatz und wollte bislang keine Angaben machen.

Eine Sprecherin Gaucks bestätigte, dass es sehr heftige verbale Angriffe auf den Präsidenten gegeben habe. "Das war nicht schön." Der Präsident habe es zur Kenntnis genommen und freundlichen Menschen die Hand gereicht.

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