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Silvio-S.-Prozess: Mohameds Tod löste bei seiner Mutter Fehlgeburten aus

Prozess gegen Silvio S.  

Mohameds Tod löste bei seiner Mutter zwei Fehlgeburten aus

28.06.2016, 07:53 Uhr | dpa

Silvio-S.-Prozess: Mohameds Tod löste bei seiner Mutter Fehlgeburten aus. Fortsetzung des Prozesses gegen den mutmaßlichen Kindsmörder Silvio S. (Quelle: dpa)

Fortsetzung des Prozesses gegen den mutmaßlichen Kindsmörder Silvio S. (Quelle: dpa)

Seit dem gewaltsamen Tod ihres vierjährigen Kindes ist die Mutter des Flüchtlingsjungen Mohamed traumatisiert. Am vierten Prozesstag gegen den Tatverdächtigen Silvio S. berichtete sie, dass das Ereignis in der Folge auch zwei Fehlgeburten ausgelöst habe.

"Ich kann bis heute nicht schlafen", sagte die 29-Jährige im Potsdamer Prozess gegen Silvio S. Er steht auch wegen Mordes an dem sechs Jahren alten Elias aus Potsdam vor Gericht. "Ich bin nonstop in Therapie", so die Mutter. Auch die neunjährige Schwester von Mohamed leide seither unter Schlaflosigkeit.

Zwei ungeborene Kinder verloren

Der vierjährige Mohamed war im Oktober vergangenen Jahres verschwunden, als seine Mutter einen Behördengang beim Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) erledigte.

Mohamed wäre nach Einschätzung seiner Mutter nicht einfach so mit einem Fremden mitgegangen. "Ich bin mir zu 100 Prozent sicher, dass dieser Mann mein Kind irgendwie angelockt haben muss", sagte die 29-Jährige.

Sie habe bis zuletzt gehofft, dass Mohamed lebend zurückkehre, sagte die Mutter. Etwa einen Monat später habe die Polizei ihr gesagt, dass ihr Kind tot sei. Silvio S. soll Mohamed entführt, missbraucht und ermordet haben. Seit der Trauerfeier habe sie wegen der andauernden Stresssituation zwei ungeborene Kinder verloren.

Schmerzensgeld für die Familie?

Die Familie des getöteten Flüchtlingsjungen Mohamed will, dass sein mutmaßlicher Mörder ein Schmerzensgeld für die Leiden des Vierjährigen in den letzten Lebensminuten zahlen muss. Als Erbin des Kindes solle seine Mutter mindestens 50.000 Euro von Silvio S. erhalten, sagte Nebenklage-Anwalt Andreas Schulz am Rande des Prozesses.

Der Gesetzgeber sehe zwar kein Schmerzensgeld für den Tod an sich vor, jedoch seien für die Leiden des Jungen vor dem Tod Ansprüche geltend zu machen. Zudem solle festgestellt werden, dass der Angeklagte künftig für mögliche Spätfolgen bei den zwei Geschwistern von Mohamed aufkommen müsse. 

Über den Angeklagten, einen Wachmann aus Brandenburg, sagte Mohameds Mutter vor Gericht: "Mein größter Wunsch ist, dass er den Rest seines Lebens im Gefängnis verbringt." Das Verfahren am Landgericht Potsdam soll noch bis Ende Juli dauern.

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