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Nahles will Flüchtlingen Pünktlichkeit lehren

"Ist ein Drama-Point"  

Nahles will Flüchtlinge Pünktlichkeit lehren

19.08.2016, 17:38 Uhr | t-online.de

Nahles will Flüchtlingen Pünktlichkeit lehren. Andrea Nahles will Flüchtlinge mit deutschen Tugenden in Kontakt bringen. (Quelle: Reuters)

Andrea Nahles will Flüchtlinge mit deutschen Tugenden in Kontakt bringen. (Quelle: Reuters)

Andrea Nahles fordert, dass Flüchtlinge in Deutschland Pünktlichkeit und Ordnung lernen. Das berichtet der "Tagesspiegel".

"Pünktlichkeit ist ein Drama-Point", sagte die SPD-Politikerin bei einem Besuch des Bildungsträgers Goldnetz im Berliner Stadtteil Steglitz. Der Verein informiert geflüchtete Frauen über berufliche Bildung. "Pünktlichkeit ist hier aber ein so zentraler Punkt. Ohne das zu lernen, kann es schwierig werden." Andernfalls müsse man über Konsequenzen nachdenken. Welche das sein könnten, sagte sie nicht.

Der penible Blick auf die Uhr

Die Geschäftsführerin des Vereins, Gisela Pfeifer-Mellar, entgegnete Nahles in der Gesprächsrunde, man müsse zunächst mit der "Imperfektion" der Geflüchteten umgehen. Würde ihr Team Verspätungen sanktionieren und die Frauen bei Verspätungen wegschicken, kämen sie vielleicht nie wieder.

Die SPD- Bundestagsabgeordnete Ute Finckh-Krämer, die ihren Wahlkreis in Steglitz-Zehlendorf hat, bemerkte dazu: "Die erste Erfahrung, die die Geflüchteten hier beim Lageso gemacht haben, war aber auch, dass 9 Uhr morgens 10 Uhr abends heißen kann." In den Integrationskursen lernen Geflüchtete unter anderem, wie penibel die Deutschen auf die Uhr schauen. Wie wichtig ihnen Ordnung ist.

Eigene Kurse für Frauen gefordert

Nahles sprach sich zudem für mehr nach Geschlechtern getrennten Integrationskursen aus. "Für geflüchtete Frauen wünsche ich mir noch viel mehr Programme", sagte die Ministerin. "Eigene Frauenkurse halte ich für sinnvoll." Die Mitarbeiterinnen des Vereins Goldnetz erzählten, dass dies nicht ganz einfach sei: Viele Frauen seien es nicht gewohnt, ihre Kinder stundenlang weg zu geben, die Männer würden oft nicht auf sie aufpassen.

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