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AfD-Erfolg: Zentralrat der Muslime nimmt Angela Merkel in Schutz

Gründe für AfD-Erfolg gehen tiefer  

Zentralrat der Muslime nimmt Merkel in Schutz

08.09.2016, 13:39 Uhr | dpa

AfD-Erfolg: Zentralrat der Muslime nimmt Angela Merkel in Schutz. Aiman Mazyek unterstützt Kanzlerin Angela Merkel. (Quelle: imago images)

Aiman Mazyek unterstützt Kanzlerin Angela Merkel. (Quelle: imago images)

Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, hat Angela Merkel den Rücken gestärkt: "Wer allein die Flüchtlingspolitik der Bundeskanzlerin für den AfD-Wahlerfolg verantwortlich macht, verkennt die tiefe Verankerung von rassistischen Ressentiments in unserer Gesellschaft."

Spätestens seit den Anschlägen vom 11. September 2001 fehle eine "Trennlinie" zwischen Extremismus und Islam, kritisierte der Verbandschef in der "Welt". "Die AfD hat es am geschicktesten geschafft, diese Stimmung für sich in Wählerstimmen umzumünzen."

Die Vorbehalte gegenüber dem Islam würden in Deutschland immer größer. Auch die "körperlichen und verbalen Angriffe" gegen Muslime auf den Straßen nähmen "in nie gekanntem Maße zu". Die Angriffe auf Moschee-Gemeinden hätten sich von 2014 bis 2015 vervielfacht. Dasselbe gelte für Hassdelikte im Internet.

Hemmschwellen brechen weg

Dass die AfD nach der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern mittlerweile in neun Landtagen sitzt, mache ihm Angst. "Früher gab es noch Hemmschwellen und Sanktionen, die nun im Sog der Flüchtlingsdebatte wegfallen." So werde Rassismus immer mehr gesellschaftsfähig.

Mazyek kritisierte, das AfD-Parteiprogramm sei darauf ausgerichtet, "Muslime zu Menschen zweiter Klasse zu machen". Das sei mit der deutschen Verfassung nicht vereinbar. Ein Gespräch zwischen Vertretern der AfD und des Zentralrats war im Mai vorzeitig beendet worden. Mayzek sagte, solange das Parteiprogramm nicht überarbeitet wird, werde es keinen zweiten Anlauf geben.


 

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