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Flüchtlingskrise: CSU-Generalsekretär Scheuer beleidigt Senegalesen

"Weil den wirst Du nie wieder abschieben"  

Scheuers Flüchtlings-Statement sorgt für Empörung

20.09.2016, 19:28 Uhr | dpa

Flüchtlingskrise: CSU-Generalsekretär Scheuer beleidigt Senegalesen. Der CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer hat mit seinem Flüchtlingskommentar für Empörung gesorgt. (Quelle: dpa)

Der CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer hat mit seinem Flüchtlingskommentar für Empörung gesorgt. (Quelle: dpa)

Mit einer Äußerung über abgelehnte Asylbewerber hat CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer Kopfschütteln ausgelöst. "Entschuldigen's die Sprache, das Schlimmste ist ein fußballspielender, ministrierender Sengalese, der über drei Jahre da ist - weil den wirst Du nie wieder abschieben. Aber für den ist das Asylrecht nicht gemacht, sondern der ist Wirtschaftsflüchtling", hatte Scheuer im Regensburger Presseclub gesagt.

Etwas mehr Differenzierung statt Sport- und Kirchenschelte wäre hilfreich, kommentierte der Generalvikar des Bistums RegensburgMichael Fuchs, Scheuers populistisches Statement. 

Engagement für Flüchtlinge verunglimpft  

Der Generalvikar Fuchs hatte nach Scheuers Aussage auf Facebook geschrieben: "Na dann, liebe Pfarreien und Sportvereine, lasst das mal mit eurer Integrationsarbeit. Herr Scheuer übernimmt. Künftig übt er mit ihnen Querpässe und Kniebeugen. Er fährt aufs Zeltlager und kauft ihnen die Trikots. Er feiert mit ihnen Geburtstag und hört sich nächtelang ihre Fluchtgeschichten an. Vielleicht betet er sogar mit ihnen."

Scheuer rechtfertigte seine Aussage mit dem Hinweis, sein Satz sei eine bewusste Zuspitzung gewesen. "Im Zusammenhang ging es um die Schwierigkeit, abgelehnte Bewerber nach einem abgeschlossenen, rechtsstaatlichen Verfahren wieder zurückzuführen, wenn diese sich über einen längeren Zeitraum hier aufhalten."

Hinweis der Redaktion: Das Zitat von Andreas Scheuer war zunächst ungenau wiedergegeben worden. Wir haben die entsprechenden Textpassagen geändert. Was der CSU-Generalsekretär wörtlich gesagt hat, können Sie auch auf einem Mitschnitt des Bayerischen Rundfunks hören. Die ursprünglich verbreitete Version lautete so: "Das Schlimmste ist ein fußballspielender, ministrierender Senegalese. Der ist drei Jahre hier - als Wirtschaftsflüchtling. Den kriegen wir nie wieder los."

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