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Amnesty International sieht Staatsversagen bei Rassismus

Schwere Vorwürfe  

Amnesty sieht Staatsversagen bei Rassismus

08.10.2016, 14:54 Uhr | AFP, t-online.de

Amnesty International sieht Staatsversagen bei Rassismus. Ein NPD-Plakat vor einer Flüchtlingsunterkunft in Berlin, auf die im August ein Brandanschlag verübt wurde. (Quelle: imago / Christian Mang)

Ein NPD-Plakat vor einer Flüchtlingsunterkunft in Berlin, auf die im August ein Brandanschlag verübt wurde. (Quelle: imago / Christian Mang)

Amnesty International erhebt schwere Vorwürfe gegen den deutschen Staat: Die Menschenrechtsorganisation sieht Anzeichen von institutionellem Rassismus in Deutschland. Der Staat versage dabei, rassistische Gewalt zu erkennen.

"Das liegt teilweise auch daran, dass wir in Deutschland einfach nicht wirklich über Rassismus sprechen, sondern wir sprechen über Rechtsextremismus oder wir sprechen über Rassismus mit dem komischen Wort Fremdenfeindlichkeit", so Amnesty-Vertreter Alexander Bosch im Deutschlandfunk.

Bosch warf der Bundesregierung zudem vor, Opfer rassistischer Gewalt im Stich zu lassen. Er verwies auf über tausend rassistisch motivierte Straftaten gegen Flüchtlingsunterkünfte und Flüchtlinge im vergangenen Jahr sowie auf "weit mehr als 1800 Straftaten gegen Flüchtlinge" in diesem Jahr. "Allein diese Zahlen zeigen schon, dass da etwas im Argen liegt und dass wir da besser werden müssen."

Deutsche Opfer von Rassismus

Ein Problem sei laut Bosch, dass auch viele Deutsche Opfer von Rassismus würden, etwa Deutsche mit dunkler Hautfarbe oder türkischen Wurzeln.

Außerdem falle es der Polizei schwer, den Rassismus in der Mitte der Gesellschaft zu erkennen. Rassisten würden meist nur dem rechtsextremen Milieu zugeordnet. Bei Angriffen auf Flüchtlingsunterkünfte jedoch, seien die Täter Personen, die gar nicht diesem Milieu zuzuordnen seien.

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