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Dschaber al-Bakr ist tot: Chemnitz-Terrorverdächtiger begeht Suizid

Erhängt in Zelle aufgefunden  

Terrorverdächtiger Dschaber al-Bakr hat sich umgebracht

13.10.2016, 07:40 Uhr | dpa, rtr, AFP

Dschaber al-Bakr ist tot: Chemnitz-Terrorverdächtiger begeht Suizid. Am Montag war der Syrer Dschaber al-Bakr in Leipzig unter Terrorverdacht festgenommen worden. (Quelle: dpa)

Am Montag war der Syrer Dschaber al-Bakr in Leipzig unter Terrorverdacht festgenommen worden. (Quelle: dpa)

Der unter Terrorverdacht festgenommene Syrer Dschaber al-Bakr ist tot. Wie das sächsische Justizministerium mitteilte, hat sich der 22-Jährige im Gefängnis das Leben genommen. Nach dpa-Informationen hat er sich erhängt.

Wie der "Spiegel" berichtet, soll der Syrer wegen akuter Selbstmordgefahr unter ständiger Beobachtung gestanden haben. Wie er sich trotzdem habe umbringen können, sei nicht bekannt.

Anschlagspläne weit fortgeschritten

Nach Angaben des Bundesamtes für Verfassungsschutz hatte Al-Bakr einen Sprengstoffanschlag auf einen Berliner Flughafen geplant und bereits weitestgehend vorbereitet. Der 22-Jährige war am Montag in Leipzig festgenommen worden, nachdem er von Landsleuten erkannt, überwältigt und der Polizei übergeben worden war.

In seinen Vernehmungen soll er die drei Syrer der Mitwisserschaft bezichtigt haben. Inwieweit diese Aussage als glaubhaft eingestuft wurde, blieb zunächst unklar.

2015 als Flüchtling nach Deutschland gekommen

In der Chemnitzer Wohnung von al-Bakr, in der am Samstag die Festnahme misslang, fand die Polizei 1,5 Kilogramm des hochgefährlichen Sprengstoffs TATP. Der Wohnungsmieter wurde als mutmaßlicher Komplize verhaftet. Al-Bakr war Anfang 2015 als Flüchtling nach Deutschland gekommen.

Dem MDR zufolge reiste der 22-Jährige im Herbst vergangenen Jahres zwei Mal in die Türkei und hielt sich auch einige Zeit in der syrischen Stadt Idlib auf. Zwischenzeitliche Mitbewohner aus dem nordsächsischen Eilenburg hätten ebenfalls von seinem Aufenthalt in Idlib berichtet. Sie hätten den 22-Jährigen aber nicht als besonders religiös beschreiben. Nach seiner Rückkehr soll er sich jedoch verändert haben.

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