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"Nicht verschwurbelt": Seehofer lobt Trumps Wahlkampf-Sprüche

"Nicht verschwurbelt"  

Seehofer lobt Trumps Wahlkampf-Sprüche

26.11.2016, 15:00 Uhr | t-online.de, dpa

"Nicht verschwurbelt": Seehofer lobt Trumps Wahlkampf-Sprüche. Möglichst einfache Rhetorik - so mag es der CSU-Chef. (Quelle: dpa)

Möglichst einfache Rhetorik - so mag es der CSU-Chef. (Quelle: dpa)

Der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer schätzt den populistischen Redestil des neu gewählten US-Präsidenten Donald Trump: "Mir gefällt, dass er die Menschen direkt anspricht und ihre Lebensrealität berücksichtigt. Nicht abstrakt, nicht verschwurbelt, sondern mit konkreten Antworten. Das finde ich gut", sagte der bayerische Ministerpräsident der "Passauer Neuen Presse". 

"Die Menschen haben die ausdruckslose Lyrik satt, die in Deutschland verwendet wird, nur damit man keine hohen Wellen schlägt", sagte Seehofer weiter. "Die Leute wollen heraus aus dem Ungefähren ins Konkrete."

Offene Sympathie und Glückwünsche 

Zugleich forderte er, den frei gewählten US-Präsidenten "nicht in Bausch und Bogen" zu verurteilen, bevor er sein Amt überhaupt angetreten habe. "Wir sollten ihm eine Chance geben. Die praktische Politik ist der Maßstab der Bewertung." 

Trumps Rhetorik im Wahlkampf war von Anschuldigungen gegen Minderheiten geprägt. Gleich zu Beginn nannte er mexikanische Einwanderer "Vergewaltiger". Im September wurde bekannt, dass er damit geprahlt hatte, Frauen zu begrapschen. Seine Kontrahentin Hillary Clinton stellte er als Verbrecherin dar und kündigte an, sie nach der Wahl ins Gefängnis zu bringen. 

Seehofer seinerseits macht schon seit Wochen aus seiner Sympathie für Trump kein Geheimnis. Kurz nach der Wahlnacht hatte er ihm als einer der ersten gratuliert.

Putin und Orban hofiert 

Immer wieder fällt Seehofer damit auf, dass er sich mit Autokraten gemein macht und wie zufällig deren Ansichten teilt. So besuchte er im Februar Russlands Präsidenten Wladimir Putin - und forderte die Aufhebung der Sanktionen, die wegen der völkerrechtswidrigen Politik gegenüber der Ukraine gegen Russland verhängt worden waren. 

Im September lud er den nicht minder umstrittenen ungarischen Regierungschef Viktor Orbán zur Fraktionsklausur der CSU ein. 

Erste Reaktion: Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Konstantin von Notz twitterte am Vormittag, "die Arschkriecherei der CSU bei den Autokraten dieser Welt" gehe fröhlich weiter: 

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