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De Maizière: Grundgesetz zu kennen, reicht nicht aus

De Maizière zu Flüchtlingen  

"Integration passiert nicht allein im Integrationskurs"

02.12.2016, 12:29 Uhr | dpa

De Maizière: Grundgesetz zu kennen, reicht nicht aus. Zuwanderer aus verschiedenen Ländern im Sprach- und Integrationszentrum in Berlin. (Quelle: dpa)

Zuwanderer aus verschiedenen Ländern im Sprach- und Integrationszentrum in Berlin. (Quelle: dpa)

Thomas de Maizière hat Flüchtlinge und andere Zuwanderer aufgefordert, sich ernsthaft auf die deutsche Gesellschaft einzulassen. Es sei nicht genug, nur das Grundgesetz zu akzeptieren, sagte der Bundesinnenminister während einer Integrationskonferenz des Deutschen Landkreistages in Berlin.

Dazu gehöre "das Bekenntnis zum gewaltfreien Zusammenleben". Zuwanderer müssten wissen, was diese Gesellschaft zusammenhält. Zudem müssten sie die Bedeutung des Holocausts verstehen. Von Bürgern und von den Flüchtlingen forderte der Minister mehr Offenheit.

Der CDU-Politiker betonte: "Integration passiert nicht allein im Integrationskurs, sondern im Alltag und am Arbeitsplatz."

Weniger Zuwanderer, schwierigere Integration

Der Landkreistag betonte in einer Untersuchung zum aktuellen Stand der Integration, dass diese auf dem Dorf nicht unbedingt besser gelinge, nur weil die Zahl der Aufgenommenen dort niedriger sei. "Dass die Zahl der Zugewanderten vielfach so gering ist, führt nicht automatisch zu offen ausgetragenen Konflikten, sondern kann auch ein beziehungsloses Nebeneinander von Einheimischen und Zugewanderten zur Folge haben, das der Integration nicht förderlich ist", heißt es in der Studie.

De Maizière sagte, die Bundesregierung habe erkannt, dass es im ländlichen Raum schwierig sei, Sprach- und Integrationskurse zu organisieren, weil oftmals nicht genügend Teilnehmer an einem Ort seien. Mit einer neuen "Garantievergütung" für Kurse mit mindestens zehn Teilnehmern solle dieses Problem nun gelöst werden.

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