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Moschee-Bomber von Dresden gefasst - er war Pegida-Redner

"Bild": Er redete für Pegida  

Dresdner Moschee-Bomber gefasst

09.12.2016, 17:53 Uhr | dpa, t-online.de

Moschee-Bomber von Dresden gefasst - er war Pegida-Redner. Sprengstoffanschlag auf eine Moschee in Dresden. (Quelle: dpa)

Sprengstoffanschlag auf eine Moschee in Dresden. (Quelle: dpa)

Eine Spezialeinheit der Polizei hat den mutmaßlichen Bombenleger gefasst, der eine Moschee in Dresden angegriffen hatte. Das haben die Ermittler bestätigt.

Demnach erfolgte die Festnahme des Mannes am Donnerstag auf einer Baustelle in Hessen, wo er auf Montage tätig war. Hinweise auf Komplizen gebe es bisher nicht.

Bei Durchsuchungen seien diverse Gegenstände gesichert worden, die mutmaßlich zur Herstellung von Spreng- und Brandvorrichtungen genutzt werden könnten, teilten das Operative Abwehrzentrum der Polizei in Leipzig (OAZ) und die Generalstaatsanwaltschaft in Dresden mit. "Im Ergebnis der kriminaltechnischen Untersuchung stimmen die an verschiedenen Tatmitteln gesicherten DNA-Spuren mit der DNA des Beschuldigten überein", hieß es.

Nach Angaben der Ermittlungsbehörden muss sich der 30 Jahre alte Dresdner wegen der Anschläge auf die Fatih Camii Moschee und das Kongresszentrum am 26. September verantworten. Er steht auch im Verdacht, drei Tage später eine aus Gläsern und Drähten bestehende Bombenattrappe in einer Plastiktüte an der Dresdner Marienbrücke platziert zu haben. Der Mann sollte noch am Freitag dem Haftrichter vorgeführt werden.

Der 30-Jährige hatte zudem laut "Bild" auf einer Pegida-Veranstaltung im Sommer gegen "kriminelle Ausländer" und "faule Afrikaner" gehetzt und dazu einen offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel vorgelesen. Das OAZ bestätigte dies. "Wir haben davon auch Kenntnis", sagte OAZ-Chef Bernd Merbitz, ohne weitere Einzelheiten zu nennen.

Pegida-Chef Lutz Bachmann ging auf Distanz zu seinem Redner von damals, verharmloste aber gleichzeitig die Tat: "Wenn er es war, dann bitte einsperren und Schlüssel wegwerfen. Egal ob da nur etwas Ruß an die Wand geschmiert wurde oder ein Böller gezündet!"

Zwei Anschläge in Dresden im September

Eine Woche vor den zentralen Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit in Dresden waren dort gleich zwei Anschläge mit Sprengstoff verübt worden, einer auf die Moschee und einer auf das Kongresszentrum der Stadt.

In der Moschee waren zum Zeitpunkt der Explosion ein Imam mit seiner Frau und zwei Kindern. Sie blieben unverletzt. Die Druckwelle zerstörte die Tür zu dem Gebäude.

Der Festgenommene wurde auch aufgrund von Bildern einer Überwachungskamera identifiziert. Sie zeigen einen Mann, der mit einem Motorradhelm auf dem Kopf durch die Straße läuft, an der die Moschee liegt.

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