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Ringstorff gibt seinen Rücktritt bekannt

Mecklenburg-Vorpommern  

Ringstorff gibt seinen Rücktritt bekannt

06.08.2008, 23:26 Uhr | AFP, dpa

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Harald Ringstorff tritt zum Tag der Deutschen Einheit zurück (Quelle: ddp) Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Harald Ringstorff gibt sein Amt zum 3. Oktober auf. Das gab der SPD-Politiker am Mittwoch in Schwerin bekannt.

Über einen baldigen Rücktritt des 68-Jährigen wurde schon seit Monaten spekuliert. Im Frühjahr hatten die Sozialdemokraten in Mecklenburg-Vorpommern mehrere Wahlschlappen hinnehmen müssen. Kritiker warfen Ringstorff daraufhin vor, er sei "müde" geworden. Danach war in der Partei eine Debatte um die Zukunft Ringstorffs entbrannt.

Porträt Harald Ringstorff - ein eigensinniger Mecklenburger


Dienstältester Ministerpräsident Ostdeutschlands

Der SPD-Politiker ist seit 1998 im Amt und damit der dienstälteste ostdeutsche Ministerpräsident. Erst 2006 war er das letzte Mal wiedergewählt worden. Die SPD regiert in Mecklenburg-Vorpommern zusammen mit der CDU in einer Großen Koalition.

Ringstorff will "ein paar Gänge zurückschalten"

Die Entscheidung sei ihm nicht leicht gefallen, sagte der scheidende Ministerpräsident. "Verantwortung für das Land zu tragen heißt aber auch, den Staffelstab rechtzeitig zu übergeben." Er werde im September 69 Jahre alt. Er merke zunehmend, dass seine Ämter seine ganze Kraft gefordert hätten. "Ich denke, dass es nun an der Zeit ist, ein paar Gänge zurückzuschalten."

Ringstorff wählte letzten Tag bewusst

"Ich habe bewusst den 3. Oktober als letzten Arbeitstag gewählt", sagte Ringstorff. Für ihn sei es ein Tag mit hoher persönlicher Bedeutung. "Dass die deutsche Einheit Realität wird, dafür habe ich mich in der ersten frei gewählten Volkskammer eingesetzt." Ohne den Fall der Mauer und die deutsche Einheit hätte er "sicher nie politische Verantwortung übernommen".

Sellering soll Nachfolger werden

Nach Informationen aus SPD-Kreisen will Ringstorff seinen Sozialminister Erwin Sellering als seinen Nachfolger vorschlagen. Sellering hatte im April 2007 bereits den SPD-Landesvorsitz übernommen. Sein Nachfolger könnte am 6. Oktober vom Landtag gewählt werden, sagte Ringstorff. Auf einen Namen legte er sich nicht fest. "Wir leben nicht mehr in großherzoglichen Zeiten, in denen höchste Ämter erblich übertragen wurden", so Ringstorff. Die SPD-Landtagsfraktion als stärkste Regierungspartei werde einen Kandidaten nominieren, wobei der SPD-Landesvorsitzende "das erste Wort" habe.


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