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Dieter Althaus gesteht Schuld an tödlichem Skiunfall ein

Tödlicher Skiunfall  

Althaus gesteht Schuld ein

21.04.2009, 09:03 Uhr | dapd

Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus nimmt die Arbeit wieder auf (Foto: AP)Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus nimmt die Arbeit wieder auf (Foto: AP)

Genau 120 Tage nach seinem Skiunfall hat der thüringische Ministerpräsident Dieter Althaus seine Amtgeschäfte wiederaufgenommen. Der CDU-Politiker sagte, der Unfall am Neujahrstag in Österreich vor dreieinhalb Monaten habe sein Leben nachhaltig verändert. Er nehme die Schuld auf sich und trage schwer daran, fügte Althaus mit Blick auf die dabei ums Leben gekommene 41-jährige Frau hinzu.

Jetzt sei aber konsequentes Handeln wichtig, und dem werde er sich in den nächsten Tagen und Wochen weiter widmen. "Ich fühle mich fit, ich fühle mich gut", sagte Althaus. Er habe einiges dafür getan, dass er sein Amt wieder in vollem Umfang ausführen könne. Bereits für Freitag kündigte der Thüringer Ministerpräsident Gespräche mit Opel über die Zukunft des Automobilwerks in Eisenach an.


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Keine Rücktrittsgedanken

"Ich freue mich, dass ich wieder auf der Bühne und in Verantwortung stehe", sagte Althaus. An Rücktritt habe er nicht gedacht, antwortete er auf eine entsprechende Frage. Im Übrigen habe er mit der Familie des Unfall-Opfers in letzter Zeit Kontakt gehalten. Aus dem Gutachten ergebe sich, dass er Schuld trage, sagte Althaus. Die erkenne er an, er selbst habe keine Erinnerung an den Unfall.

Opel-Standort Eisenach im Fokus

Der dortige Opel-Standort Eisenach sei von besonderer Bedeutung und ein Beweis für den Erfolg der deutschen Einheit, sagte Althaus weiter. Das Werk sei revitalisiert worden und habe Zukunftschancen. Dennoch mache die Krise beim Mutterkonzern General Motors Sorgen. Die Landesregierung sei in engem Kontakt sowohl mit der Unternehmensführung als auch dem Betriebsrat. Sie wolle "helfen, dass der hochproduktive Standort Eisenach eine gute Zukunft hat", sagte er. Der Markterfolg sei unbestritten.

Unterstützungspaket angekündigt

Althaus sagte, er habe selbst Gespräche mit Daimler-Chef Dieter Zetsche geführt, allerdings ohne Erfolg. Aber die Suche nach Investoren gehe weiter; das Land habe Opel ein Unterstützungspaket angeboten. Das Gespräch am Freitag werde mit Opel-Chef Hans Demant geführt. Althaus betonte, er hoffe auf weitere positive Absprachen. Die Technologieentwicklung müsse verstärkt werden. Der Erfurter Regierungschef räumte auch in seinem Land steigende Arbeitslosigkeit ein. Dennoch sei Thüringen immer noch Spitzenreiter unter den neuen Ländern. Althaus sprach aber auch von einem steigenden Maß an Kurzarbeit. Der Export sei dafür verantwortlich, dass viele Unternehmen Probleme bekämen. Das gelte vor allem für die Autoindustrie und Zulieferbetriebe.

Zahlreiche Termine noch in dieser Woche

Noch für diese Woche kündigte Althaus "viele Gespräche mit Bürgern und Institutionen" an. Bereits am Montag geht es mit einer Sitzung des CDU-Landesvorstands los. Am Dienstag steht die erste Kabinettssitzung nach seiner Rückkehr an. Zudem sollten in dieser Woche eine große Klinik in Rudolstadt und ein Turboladerwerk eröffnet werden. Auch in die Bundespolitik will Althaus mit der Teilnahme an der nächsten CDU-Präsidiumssitzung wieder eingreifen. Ausdrücklich dankte er Finanzministerin Birgit Diezel, die ihn vertreten hatte, und dem ganzen Kabinett, dass sie in seiner Abwesenheit in Geschlossenheit und Klarheit gehandelt hätten.

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