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Handel mit persönlichen Daten floriert

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Handel mit persönlichen Daten floriert

12.08.2009, 10:43 Uhr | AFP , dpa

Der Missbrauch von persönlichen Verbraucherdaten nimmt nicht ab (Foto: imago)Der Missbrauch von persönlichen Verbraucherdaten nimmt nicht ab (Foto: imago)

Auch ein Jahr nach Bekanntwerden der ersten Fälle von Datenmissbrauch in Deutschland blüht der Handel mit persönlichen Angaben von Verbrauchen weiter. Reportern von NDR Info gelang es nach Angaben des Senders binnen weniger Stunden, auf dem Schwarzmarkt im Internet tausende Datensätze zu kaufen. Diese enthielten neben Adresse und Geburtsdatum auch Bankverbindungen.

Die Angaben stammen offenbar von Gewinnspielanbietern, Versicherungen oder Zeitschriftenverlagen. Über Call Center gelangten sie häufig an Adresshändler. Insgesamt seien den Reportern zwei Millionen Daten angeboten worden.


Aufsichtsbehörden überfordert

Betroffene berichteten nach Angaben des Senders von einem massiven Missbrauch ihrer Daten. Unter anderem hätten Glücksspielfirmen ohne Zustimmung regelmäßig Geld von den Konten der Verbraucher abgebucht. Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar zeigte sich von den Recherche-Ergebnissen wenig überrascht. Angesichts der Masse an illegalen Daten auf dem Schwarzmarkt seien die Aufsichtsbehörden überfordert. "Die Datenschutzbehörden brauchen Ressourcen, und die haben sie zum Teil noch nicht."

Kontakte zu Call Centern in Deutschland

Der Datenhändler sitzt laut NDR offensichtlich in Tunesien. Der Händler habe offenkundig gute Kontakte zu deutschen Call Centern. "Wo sich Personen außerhalb des europäischen Bereichs aufhalten und illegal mit Daten handeln, ist es schwierig, das zu unterbinden", sagte Schaar.


Missbrauch soll durch Gesetz erschwert werden

Vor einem Jahr waren die ersten Fälle von Datenmissbrauch bekannt geworden. Damals hatte ein Call-Center-Mitarbeiter eine CD mit 17.000 Adressen und Bankverbindungen der Kieler Verbraucherzentrale zugeschickt. Seine Initiative löste eine bundesweite Debatte über den Datenschutz aus. Im Juni verabschiedete der Bundestag ein Gesetz, das den Missbrauch persönlicher Angaben erschweren soll.



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