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John Demjanjuk: Bundesverfassungsgericht entscheidet für Prozess

Verfassungsgericht weist Beschwerde ab  

NS-Mann Demjanjuk wird Prozess gemacht

21.10.2009, 13:10 Uhr | dpa

John Demjanjuk soll tausende KZ-Häftlinge ermordet haben (Foto: AP)John Demjanjuk soll tausende KZ-Häftlinge ermordet haben (Foto: AP)

Das Bundesverfassungsgericht hat den Weg für den Prozess gegen den mutmaßlichen NS-Verbrecher John Demjanjuk endgültig frei gemacht. Das Karlsruher Gericht wies zwei Verfassungs- beschwerden ab. Der 89-Jährige wollte damit den Ende November beginnenden Prozess vor dem Landgericht München II stoppen und zudem seine Freilassung aus der Untersuchungshaft durchsetzen.

Die Beschwerde gegen den Beschluss des Landgerichts zur Eröffnung des Verfahrens sei unzulässig, stellten die Karlsruher Richter fest.

Morde im Vernichtungslager

Der Prozess gegen Demjanjuk wegen Beihilfe zum Mord in Tausenden von Fällen soll am 30. November beginnen. Für das Verfahren sind vorerst 35 Tage bis Mai 2010 angesetzt. Die Staatsanwaltschaft München wirft Demjanjuk vor, als Wachmann 1943 im Vernichtungslager Sobibor im besetzten Polen bei der Ermordung von mindestens 27.900 Juden in den Gaskammern geholfen zu haben.

KZ-Mann sitzt in Untersuchungshaft

Der 89-Jährige sitzt seit seiner Abschiebung aus den USA im Mai in München-Stadelheim in Untersuchungshaft. Hauptbeweismittel der Anklage ist ein SS-Dienstausweis mit der Nummer 1393. Zudem geht aus einer Liste von März 1943 hervor, dass Demjanjuk damals nach Sobibor verlegt wurde.

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