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Möglicher Sprengsatz vor Flug Windhuk-München gefunden

Verdächtiges Gepäckstück in Namibia gefunden

21.11.2010, 11:59 Uhr | dpa, t-online.de, dapd

Möglicher Sprengsatz vor Flug Windhuk-München gefunden. Sprengsatz im Flugzeug: Das verdächtige Gepäckstück sollte mit einem "Air-Berlin"-Flugzeug von Windhuk nach München gebracht werden (Archivfoto: Torsten Fleischhauer)

Sprengsatz im Flugzeug: Das verdächtige Gepäckstück sollte mit einem "Air-Berlin"-Flugzeug von Windhuk nach München gebracht werden (Archivfoto: Torsten Fleischhauer)

Bombenalarm für ein deutsches Flugzeug in Namibia: In Windhuk wurde am Mittwoch beim Verladen des Gepäcks in einen Airbus 330 der Fluggesellschaft LTU/Air Berlin nach München ein verdächtiges Gepäckstück entdeckt, wie das Bundeskriminalamt mitteilte. Beim anschließenden Durchleuchten seien Batterien gefunden worden, die über Kabel mit einem Zünder und einer laufenden Uhr verbunden waren.

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Unklar ist, ob die Vorrichtung zündfähig war. Eine Air-Berlin-Sprecherin sagte, sie habe die Information, dass es sich um eine "verdächtige Vorrichtung ohne Sprengstoff" handle. Das BKA erklärte dagegen es sei unklar, ob es sich um einen zündfähigen Sprengsatz handle. Dies werde sich erst durch kriminaltechnische Untersuchungen feststellen lassen, was einige Tage dauern könne. Eine Röntgenaufnahme des Gegenstands lag den Ermittlern vor.

Nur eine Attrappe?

Nach Informationen des ZDF handelt es sich um eine Bombenattrappe. Es sei offenbar ein Testlauf gewesen von Behörden, um die Aufmerksamkeit der Gepäckkontrolle zu testen, berichtete der Sender am Donnerstagabend unter Berufung auf nicht näher genannte amerikanische Sicherheitskreise. Es handele sich bei dem Fund um einen industriell gefertigten Sprengsatz speziell für Sicherheitstests. Wer diesen Test machen wollte, sei derzeit nicht bekannt.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) äußerte sich im ZDF zurückhaltend zu dem möglichen Sprengsatz. Befragt nach Angaben, wonach es sich dabei um eine Attrappe handelt, wie sie die Amerikaner zu Testzwecken benutzen, sagte der Minister, er wolle auf die Auskünfte seiner Sicherheitsexperten warten.

Nach ersten Ermittlungen handelte es sich bei dem verdächtigen Gegenstand um Fracht, nicht um persönliches Gepäck eines Passagiers. Aber auch dies werde weiter geprüft. Das BKA entsandte seinen Verbindungsmann aus Südafrika nach Windhuk. Auch aus Deutschland sollten Ermittler nach Namibia fliegen.

Gepäckstück "ungelabelt"

Das verdächtige Gepäckstück befand sich offenbar in einer Flughafenhalle, in der zuvor das für den München-Flug bestimmte Gepäck gelagert worden war. Nach Angaben von Air Berlin war die Maschine schon beladen, als das verdächtige Gepäckstück in der Halle entdeckt wurde. Der mögliche Sprengsatz war zudem nicht ausdrücklich an Deutschland adressiert: Das Gepäckstück des Flughafens habe keinen Ziel-Aufkleber gehabt, sagte eine Sprecherin von Air Berlin.

Die 296 Passagiere des Fluges kamen in der Nacht zu Donnerstag wohlbehalten in München an. Sie waren vor dem Abflug laut BKA einer erneuten Kontrolle unterzogen worden. Laut Flughafen München wurde das gesamte Gepäck in Windhuk wieder ausgeladen und durchleuchtet.

Deutsche Urlauber an Bord

Nach Angaben des Münchner Flughafens hätte der Flug ursprünglich am Mittwochabend um 17.35 Uhr landen sollen, kam dann allerdings erst um 0.25 Uhr an. Wegen Luftverkehrs-Vorschriften habe die Crew ausgetauscht werden müssen. Daher habe es eine Zwischenlandung in Djerba gegeben. Die Passagiere seien in München dann noch von der Bundespolizei befragt worden. Ein Flughafensprecher sagte, er vermute, dass es sich überwiegend um deutsche Urlauber handle.

Durch den Vorfall würden die Sicherheitsvorkehrungen am Münchner Flughafen nicht weiter verschärft, sagte der Sprecher. Es gälten die nach den Terrorwarnungen vom Mittwoch ohnehin verschärften Sicherheitsvorkehrungen. Die Passagiere bekämen daher mehr "Beamte mit Maschinenpistolen und schusssicheren Westen" zu Gesicht.

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