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Annegret Kramp-Karrenbauer soll neue Ministerpräsidentin im Saarland werden

Porträt: Annegret Kramp-Karrenbauer

22.01.2011, 13:49 Uhr | AFP

Annegret Kramp-Karrenbauer soll neue Ministerpräsidentin im Saarland werden. Annegret Kramp-Karrenbauer soll bald Peter Müller im Saarland beerben (Foto: imago)

Annegret Kramp-Karrenbauer soll bald Peter Müller im Saarland beerben (Foto: imago)

Jahrelang begleitete die Frau mit dem sperrigen Doppelnamen eng die Karriere des saarländischen Ministerpräsidenten Peter Müller, nun kann Annegret Kramp-Karrenbauer selbst in die Fußstapfen des CDU-Politikers treten. Am Samstag kündigte Müller wie erwartet seinen baldigen Rückzug an und schlug die 48-jährige Sozialministerin als seine Nachfolgerin vor.

Die Mutter von drei Kindern, auf Bundesebene bislang nur Insidern bekannt, wird von einem Mitglied des Landesvorstands der Saar-CDU als "pragmatisch", "unideologisch", "menschlich" und "authentisch" beschrieben. Kramp-Karrenbauer komme mit beiden Koalitionspartnern, FDP und Grünen, "gut klar".

Mit 19 Jahren in die CDU eingetreten

Ihre politische Karriere begann Kramp-Karrenbauer 1984 als Mitglied des Stadtrats von Püttlingen, einer 20.000 Einwohner-Stadt an der Grenze zu Frankreich. Als 19-Jährige war sie in die CDU eingetreten und später hinter Müller Vizechefin der Jungen Union an der Saar geworden. Nach dem Abitur studierte die Tochter eines Sonderschulrektors bis 1990 Rechts- und Politikwissenschaft an den Universitäten Trier und Saarbrücken.

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Ihre Berufstätigkeit begann Kramp-Karrenbauer 1991 als Grundsatz- und Planungsreferentin bei der CDU-Landesgeschäftsstelle in Saarbrücken. Nebenher setzte sie ihre politische Karriere fort. 1989 wurde sie Beigeordnete der Stadt Püttlingen, zehn Jahre später übernahm sie den Vorsitz des dortigen CDU-Stadtverbands. Im Bundestag hatte Kramp-Karrenbauer ab März 1998 für wenige Monate als Nachrückerin für den ehemaligen Bundesumweltminister Klaus Töpfer ein Mandat.

Nach der Landtagswahl 1999 zog Kramp-Karrenbauer in den Landtag in Saarbrücken ein. Während des Wahlkampfs hatte sie als persönliche Referentin den siegreichen CDU-Spitzenkandidaten und späteren Ministerpräsidenten Müller unterstützt. Nach der Konstituierung des Landtags wurde sie parlamentarische Geschäftsführerin der CDU-Landtagsfraktion.

Erstes Ministeramt im Jahr 2000

Im Dezember 2000 trat die Vertraute Müllers ihr erstes Ministeramt an. Ihre Berufung zur Chefin des Innenressorts wurde als Überraschung gewertet - schließlich war sie die erste Länder-Innenministerin der Bundesrepublik. Doch bald verschaffte sich Kramp-Karrenbauer dank ihrer fachlichen Kompetenz und Durchsetzungsstärke Respekt von verschiedenen Seiten. 2003 wurde sie zudem stellvertretende Landesvorsitzende der Saar-CDU.

Nach der Wiederwahl Müllers 2004 blieb Kramp-Karrenbauer für Inneres und Sport zuständig, übernahm aber zusätzlich die Zuständigkeiten für Familie und Frauen. Im Rahmen einer Kabinettsumbildung wurde sie 2007 Bildungsministerin. Als sie im Januar 2008 turnusgemäß für ein Jahr den Vorsitz der Kultusministerkonferenz (KMK) übernahm, erlangte sie auch bundesweit einen größeren Bekanntheitsgrad.

Superministerin in Jamaika-Koalition

Bereits im darauffolgenden Jahr wartete auf die von ihrem Mentor Müller als "politische Allrounderin" geschätzte Ministerin eine neue Aufgabe: Nach den starken Verlusten der CDU bei der Landtagswahl im August 2009 bildete Müller mit FDP und Grünen die erste sogenannte Jamaika-Koalition auf Länderebene und macht Kramp-Karrenbauer zur Ministerin für Arbeit, Familie, Prävention, Soziales und Sport. Auf Bundesebene ist die mit dem Bergbauingenieur Helmut Karrenbauer verheiratete Politikerin auch Mitglied des CDU-Präsidiums sowie bereits seit 2001 stellvertretende Vorsitzende der Frauen-Union.

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