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Wahltrend in Berlin: Grünen-Spitzenkandidatin Künast verliert an Zuspruch

Umfrage: Grünen-Spitzenkandidatin Künast verliert an Zuspruch

11.08.2011, 12:09 Uhr | t-online.de, AFP

Wahltrend in Berlin: Grünen-Spitzenkandidatin Künast verliert an Zuspruch. Die Grünen-Spitzenkandidatin für die Berlin-Wahl, Renate Künast, büßt bei den Wählern an Zuspruch ein (Foto: Imago) (Quelle: imago images)

Die Grünen-Spitzenkandidatin für die Berlin-Wahl, Renate Künast, büßt bei den Wählern an Zuspruch ein (Foto: Imago) (Quelle: imago images)

Der bundesweite Zuspruch hat die Grünen seit Monaten auf einen Wahlsieg bei den Berliner Abgeordnetenhauswahlen hoffen lassen. Doch einer aktuellen Umfrage von Infratest Dimap zufolge ist die Spitzenkandidatin Renate Künast weit vom Posten des Regierenden Bürgermeisters entfernt. Nur noch 22 Prozent der Berliner wollen demnach die Öko-Partei wählen. Die SPD mit dem amtierenden Stadtoberhaupt Klaus Wowereit kletterte derweil auf 31 Prozent, der höchste Wert seit vier Jahren.

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Noch vor zehn Monaten sah die politische Zukunft der Hauptstadt ganz anders aus: Die Grünen führten die Umfragen mit 30 Prozent an, mit acht Punkten Vorsprung auf die SPD, gar zehn vor der CDU. In der Umfrage der "Berliner Morgenpost" und die RBB-"Abendschau" zeichnet sich ein weniger euphorisches Bild. Sogar die Berliner CDU (22 Prozent) liegt inzwischen gleichauf mit den Grünen, gefolgt von der Linkspartei (zwölf Prozent). Die Grünen mussten bereits zum vierten Mal in Folge Umfrageverluste hinnehmen. Vor allem in den westlichen Bezirken der Stadt sank demnach ihre Popularität.

Dennoch hätten SPD und Grüne nunmehr zusammen eine deutliche Mehrheit von 53 Prozent. Dagegen wäre eine Neuauflage des rot-roten Bündnisses derzeit nicht möglich, beide Parteien kämen zusammen auf 43 Prozent. In Berlin wird am 18. September ein neues Abgeordnetenhaus gewählt.

FDP würde Fünf-Prozent-Hürde verpassen

Kritisch blieben die Umfragewerte für die Liberalen. Zwar konnte die FDP mit ihrem Spitzenkandidaten Christoph Meyer einen Punkt zulegen. Mit derzeit vier Prozent würde die Partei aber nach wie vor an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern. Dafür tauchte überraschend eine neue Partei als Konkurrent um den fünften Platz im Parteienspektrum auf: Die Piratenpartei kam erstmals auf drei Prozent. Die 2006 in Berlin gegründeten "Piraten" verstehen sich als Partei in der Informationsgesellschaft. Mit drei Prozent würden sie den Einzug in das Abgeordnetenhaus zwar verfehlen, könnten aber in die Bezirksverordnetenversammlungen einziehen.

Wowereit lag im direkten Vergleich mit seinen politischen Konkurrenten weiter klar vorn: Könnten die Berliner ihren Regierungschef direkt wählen, würden sich 59 Prozent für Wowereit entscheiden, nur 23 Prozent für Künast. Ähnlich groß ist der Vorsprung Wowereits auf den CDU-Spitzenkandidaten Frank Henkel: 59 Prozent würden Wowereit direkt wählen, nur 21 Prozent Henkel.

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