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Helmut Schmidt: Griechen-Pleite wäre keine Katastrophe

Helmut Schmidt: Griechen-Pleite wäre keine Katastrophe

05.10.2011, 21:45 Uhr | dapd, dpa

Helmut Schmidt: Griechen-Pleite wäre keine Katastrophe. Ex-Kanzler Helmut Schmidt hat mal wieder Klartext geredet (Quelle: dpa)

Ex-Kanzler Helmut Schmidt hat mal wieder Klartext geredet (Quelle: dpa)

Für Altkanzler Helmut Schmidt wäre eine vorübergehende Zahlungsunfähigkeit Griechenlands keine Katastrophe. Für die Griechen und alle anderen Europäer wäre es zwar "ein großes Unglück, aber kein existenziell gefährdendes Unglück", sagte Schmidt dem "ZEIT Magazin". Das gelte "sowohl für die wirtschaftlichen als auch die politischen Folgen eines solchen Bankrotts".

Schmidt sprach sich gleichwohl für die Rettung Griechenlands durch die Europäische Union (EU) aus. Bei einer Staatspleite würde das Vertrauen in die Gemeinschaft der 27 Mitglieder aus seiner Sicht weiter schwinden. "Dieser politische Preis wäre zu hoch. Deshalb müssen die Staaten der EU Griechenland helfen." Schmidt forderte Unternehmensinvestitionen in dem Mittelmeerland.

"Der Teufel soll die Regierungschefs holen"

Mit Blick auf die wirtschaftliche Hilfe, die Deutschland nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges von den USA und Frankreich erhielt, sagte Schmidt: "Im Verhältnis zur damaligen Lage Deutschlands und zur Hilfsbereitschaft dieser Länder, die wenige Jahre zuvor noch unsere Kriegsfeinde waren, ist das gegenwärtige griechische Problem ein minores (geringes, Anm. d. Red.) - und der Teufel soll die europäischen Regierungschefs holen, wenn sie es nicht fertigbrächten, Griechenland zu retten!"

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