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Norbert Röttgen will bei Niederlage nicht nach Nordrhein-Westfalen

Röttgen will bei Niederlage nicht nach Nordrhein-Westfalen

19.03.2012, 07:50 Uhr | dapd, AFP

Norbert  Röttgen will bei Niederlage nicht nach Nordrhein-Westfalen. Norbert Röttgen: Im Fall einer Niederlage bei der NRW-Wahl will er auf dem bequemen Sessel des Bundesumweltministers sitzen bleiben (Quelle: dpa)

Norbert Röttgen: Im Fall einer Niederlage bei der NRW-Wahl will er auf dem bequemen Sessel des Bundesumweltministers sitzen bleiben (Quelle: dpa)

Der CDU-Spitzenkandidat für die vorgezogene Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen, Norbert Röttgen, will bei einer Niederlage laut einem Medienbericht Bundesumweltminister bleiben. Röttgen wolle in diesem Fall nicht in die Landespolitik wechseln, berichtete die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf Vertraute des Ministers. Demnach äußerte Röttgen sich in Gesprächen am Wochenende entsprechend.

In den vergangenen Tagen hatten mehrere Unionspolitiker, darunter auch CSU-Chef Horst Seehofer, gefordert, Röttgen solle auch bei einer Niederlage sein Ministeramt in Berlin aufgeben und als Oppositionsführer nach Nordrhein-Westfalen wechseln. Laut einem Medienbericht soll auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) diesen Wunsch an ihren Minister herangetragen haben.

Auch FDP drängt Röttgen zu NRW-Bekenntnis

Nun schloss sich auch FDP-Generalsekretär Patrick Döring der Forderung an. Wer Ministerpräsident des größten Bundeslands werden wolle, müsse sich auch klar und umfassend zur Landespolitik bekennen, sagte er der "Rheinischen Post". "Norbert Röttgen muss achtgeben, dass er durch die Debatte nicht irreparabel beschädigt wird", fügte Döring hinzu.

Röttgen hat bisher offengelassen, ob er im Fall einer Niederlage bei der Landtagswahl am 13. Mai seinen Posten als Bundesumweltminister aufgibt und Oppositionsführer in Düsseldorf wird.

Grünen-Fraktionschef hält alle Koalitionsoptionen offen

Der Fraktionsvorsitzende der Grünen im nordrhein-westfälischen Landtag, Reiner Priggen, hält seiner Partei derweil für die anstehende Landtagswahl alle Koalitionsoptionen offen. "Jede Koalition, die die SPD ohne Wimpernzucken eingeht, muss auch für die Grünen möglich sein", sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Er wolle zwar eine rot-grüne Mehrheit erreichen, andere Optionen jedoch nicht ausschließen.

Priggen reagierte damit auf ablehnende Äußerungen des Grünen-Fraktionschefs im Bundestag, Jürgen Trittin, zu einem Bündnis mit der CDU. "Ausschließeritis darf es nicht geben, für die nordrhein-westfälischen Grünen macht keiner den Sack zu", sagte Priggen der Zeitung. Es müsse klar sein, dass sich die Bundes-Grünen bei Koalitionsfragen in den Ländern zurückzuhalten hätten.

Altmaier kündigt schnelle Entscheidung an

Der parlamentarische Geschäftsführer der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, Peter Altmaier, hat nun eine rasche Entscheidung über die künftige Rolle von Röttgen in der nordrhein-westfälischen Landespolitik angekündigt. "Ich bin fest überzeugt, dass wir die offenen Fragen, die es gibt, innerhalb der Union diskutieren und klären werden", sagte Altmaier im Bayerischen Rundfunk. Am Montag oder Dienstag wolle sich der Landesvorstand der NRW-CDU mit dem Thema beschäftigen.

In Nordrhein-Westfalen, Deutschlands bevölkerungsreichstem Bundesland, steht eine vorgezogene Neuwahl an, nachdem die Opposition im Landtag am Mittwoch den Haushaltsplan der bisherigen rot-grünen Minderheitsregierung von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) ablehnte. Das Parlament löste sich daraufhin auf.

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