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CDU-Experte Lothar Riebsamen: Jedes 5. Krankenhaus muss weg

CDU-Experte hält hunderte Krankenhäuser für überflüssig

05.02.2013, 10:31 Uhr | dpa

CDU-Experte Lothar Riebsamen: Jedes 5. Krankenhaus muss weg. CDU: Zu viele Krankenhäuser in Deutschland (Quelle: dapd)

In Deutschland gibt zu viele Krankenhäuser, meint CDU-Gesundheitsexperte Riebsamen (Quelle: dapd)

Jedes fünfte Krankenhaus in Deutschland ist nach Ansicht des CDU-Gesundheitsexperten im Bundestag, Lothar Riebsamen, überflüssig. "Wir haben zu viele Krankenhäuser und zu viele Abteilungen", sagte der Abgeordnete der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Er halte es für plausibel, in den nächsten Jahren 20 Prozent der 2045 Krankenhäuser in Deutschland zu schließen.

Krankenhäuser verlangen mehr Geld

Riebsamen reagierte damit auf Forderungen der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), die von den Krankenkassen in diesem Jahr weitere 750 Millionen Euro für die Kliniken verlangen.

Die gesetzlichen Kassen zahlten den Krankenhäusern 2013 ohnehin schon 65 Milliarden Euro. Das ist etwa ein Drittel ihrer gesamten Ausgaben. Für weitergehende Forderungen habe er nur sehr begrenztes Verständnis, sagte Riebsamen der FAZ. Der CSU-Gesundheitsexperte Johannes Singhammer hatte zuletzt Hilfen in Milliardenhöhe für Krankenhäuser in finanzieller Notlage gefordert.

Ähnlich wie Riebsamen hatten sich Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP), der gesundheitspolitische Sprecher der Union, Jens Spahn (CDU), sowie Kassenvertreter geäußert.

Dem Bericht zufolge wies Riebsamen auf gravierende Unterschiede bei der Zahl der Kliniken und stationär versorgten Fälle zwischen den Ländern hin. Sachsen etwa gelte als mustergültig für seine nach der Wende neu aufgebaute Klinik-Infrastruktur. Die wiederum werde als Grund dafür angesehen, dass die in Sachsen und Thüringen tätige AOK Plus hohe Überschüsse erwirtschafte.

Riebsamen sieht Schuld bei den Ländern

Nach einer Umfrage der DKG machte ein Drittel aller Krankenhäuser 2011 Verlust, Tendenz steigend. Die Hauptschuld für diese Finanzmisere der Krankenhäuser sieht der CDU-Politiker bei den Ländern. Sie legten fest, wo welche Häuser mit welchen Stationen betrieben werden dürften, doch sorgten sie nicht für eine ausreichende Investitionsfinanzierung. Eine Subventionierung veralteter Strukturen könne sich das System aber nicht leisten.

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