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Terrorverdächtiger Salafist stand kurz vor Polizeikarriere

Terrorverdächtiger Salafist stand kurz vor Polizeikarriere

19.03.2013, 07:16 Uhr | dpa

Terrorverdächtiger Salafist stand kurz vor Polizeikarriere. Ein Experte der Polizei bereitet die Sprengung einer chemischen Substanz vor, die bei Salafisten in Bonn gefunden wurde. (Quelle: dpa)

Ein Experte der Polizei bereitet die Sprengung einer chemischen Substanz vor, die bei Salafisten in Bonn gefunden wurde. (Quelle: dpa)

Einer der vier Salafisten, die ein Attentat auf den Chef der rechtsextremen Partei Pro NRW geplant haben sollen, wäre nach Informationen der WAZ-Mediengruppe 2011 beinahe in Bremen in den Polizeidienst aufgenommen worden. 

Ein Jahr lang habe der Mann in einem Essener Schießsportverein trainiert. Als er über den Verein eine Pistole bestellt und kurz vor dem öffentlichen Vereidigungstermin auf eine rasche Lieferung der Waffe gedrängt habe, hätten Ermittler die Karriere des Polizeianwärters in letzter Sekunde gestoppt. Das berichten die Zeitungen der WAZ-Mediengruppe.

Zunächst kein Terrorverdacht

Ein Terrorverdacht habe sich nicht erhärten lassen, so dass er auf freiem Fuß geblieben sei. Vergangene Woche habe man ihn dann im Zusammenhang mit dem mutmaßlichen Mordkomplott dingfest gemacht - bei seiner Festnahme trug er eine scharfe Waffe bei sich. Die insgesamt vier Verdächtigen sitzen in Untersuchungshaft. Inzwischen hat die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen übernommen.

„Er war der perfekte nette junge Mann von nebenan: gepflegt, nett, superkorrekt, gebildet“, sagte ein Mitglied des Schießsportvereins der WAZ. Seinen islamistischen Hintergrund ahnte dort niemand. 

Die Bewegungen Pro NRW und Pro Köln werden wegen ihrer ausländer- und vor allem islamfeindlichen Gesinnung vom Verfassungsschutz in Nordrhein-Westfalen beobachtet. Den Verein Pro Köln gibt es bereits seit 1996, Pro NRW als Partei seit 2007. Zusammen haben die Pro-Bewegungen laut Verfassungsschutz etwa 1000 Mitglieder.

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