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Bundeswehr rettet 150 Hilfskräfte in Afghanistan vor den Taliban

Rache droht  

Bundeswehr rettet Helfer vor den Taliban

29.10.2013, 13:33 Uhr | dpa , AFP

Bundeswehr rettet 150 Hilfskräfte in Afghanistan vor den Taliban. Ein einheimischer Wachposten unterstützt die Bundeswehr bei der Sicherung eines Stützpunkts in Afghanistan. (Quelle: Reuters)

Ein einheimischer Wachposten unterstützt die Bundeswehr bei der Sicherung eines Stützpunkts in Afghanistan. (Quelle: Reuters)

Die ersten 150 gefährdeten Hilfskräfte der Bundeswehr in Afghanistan dürfen laut einem Zeitungsbericht nach Deutschland ausreisen.

Es sei aber noch offen, ob die Betroffenen tatsächlich ausreisen oder lieber eine finanzielle Abfindung in Anspruch nehmen wollten, sagte der Leiter der deutschen Truppenverlegung, Brigadegeneral Michael Vetter, laut eines Berichts der "Stuttgarter Zeitung". Seinen Angaben nach handelt es sich meist um Wachposten und Dolmetscher. Ein Bundeswehr-Sprecher in dem Feldlager in Masar-i-Scharif bestätigte die Zahl.

Jeder Einzelfall wird geprüft

Sollten die Afghanen ausreisen, erhalten sie eine unbegrenzte Aufenthaltsgenehmigung in Deutschland. Laut den Angaben Vetters liegen derzeit bei 236 der rund tausend einheimischen Mitarbeitern Gefährdungsanzeigen vor. Jeder Einzelfall werde geprüft, versicherte der Bundeswehrgeneral.

Es hatte zuletzt Vorwürfe gegeben, die Bundeswehr lasse ihre einheimischen Hilfskräfte im Stich. Diese fürchten nach dem Abzug der Bundeswehr Ende 2014 Racheakte der Taliban oder anderer Rebellen. Ein Verbleib im Krisenland würde für viele den sicheren Tod bedeuten.

3700 Bundeswehr-Soldaten sind noch im Einsatz

Der Nato-Kampfeinsatz läuft Ende 2014 aus. Danach soll es eine kleinere Nachfolgemission zur Ausbildung afghanischer Sicherheitskräfte geben, an der sich Deutschland mit bis zu 800 Soldaten beteiligen will. Derzeit sind im Rahmen der Nato-geführten Schutztruppe Isaf noch knapp 3700 Bundeswehr-Soldaten eingesetzt.

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