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Helmut Schmidt wirft EU in Ukraine-Krise Größenwahnsinn vor

Warnung vor Drittem Weltkrieg  

Schmidt wirft EU-Beamten Größenwahnsinn vor

16.05.2014, 15:32 Uhr | t-online.de

Helmut Schmidt wirft EU in Ukraine-Krise Größenwahnsinn vor. Helmut Schmidt mischt sich mal wieder in die aktuelle Politik ein. Diesmal wettert er gegen die EU-Bürokraten. (Quelle: Reuters)

Helmut Schmidt mischt sich mal wieder in die aktuelle Politik ein. Diesmal wettert er gegen die EU-Bürokraten. (Quelle: Reuters)

Altkanzler Helmut Schmidt rechnet in einem Interview der "Bild-Zeitung" mit der europäischen Außenpolitik in der Ukraine-Krise ab: Er warnt vor einem Dritten Weltkrieg und wirft der EU Größenwahnsinn vor.

"Sie (die EU) mischen sich auch zu sehr in die Weltpolitik ein, obwohl die meisten Kommissare davon kaum etwas verstehen", beklagt Schmidt. Das jüngste Beispiel sei der Versuch, die Ukraine anzugliedern und Georgien an sich zu ziehen. "Zur Erinnerung: Georgien liegt außerhalb Europas. Das ist Größenwahnsinn, wir haben dort nichts zu suchen!“

"Die verstehen davon zu wenig!"

Dabei klage er nicht die gesamte EU an, betont Schmidt, er fordere aber mehr Zurückhaltung in Sachen Außenpolitik „...von den Beamten und Bürokraten in Brüssel. Die verstehen davon zu wenig!"

Schmidt vergleicht die Situation mit Europa vor dem Beginn des Ersten Weltkriegs. Er halte zwar nichts davon, einen Dritten Weltkrieg herbeizureden, "Aber die Gefahr, dass sich die Situation verschärft wie im August 1914, wächst von Tag zu Tag." Die beteiligten Parteien verhielten sich wie "Schlafwandler".

Altkanzler fordert Putsch gegen Kommission

Daneben prangert der Altkanzler an, dass das Europäische Parlament zu wenig Macht besitze. Schmidt hat auch eine Idee, was man brauche, um das zu ändern: „Das habe ich schon vor Jahren gesagt: einen Putsch gegen die EU-Kommission, die inzwischen aus 28 Kommissaren und Tausenden Bürokraten besteht."

Derweil unterstrich Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen die Verteidigungsbereitschaft des westlichen Militärbündnisses: Die Nato sei bereit, "jedes Stück ihres Territoriums zu verteidigen", sagte er am Freitag zum Auftakt seines Besuchs in Rumänien.

Er rief die Nato-Staaten erneut zur Erhöhung der Verteidigungsausgaben auf. Rasmussen trifft an diesem Freitag in Bukarest den rumänischen Staatspräsidenten Traian Basescu, Ministerpräsident Victor Ponta sowie weitere Regierungspolitiker.

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