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Trotz Kritik: Mecklenburg-Vorpommern hält an "Russlandtag" fest

Trotz Kritik der Opposition  

Mecklenburg-Vorpommern hält an "Russlandtag" fest

03.08.2014, 10:33 Uhr | dpa

Trotz Kritik: Mecklenburg-Vorpommern hält an "Russlandtag" fest. Die rot-schwarze Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern hält bisher trotz der Eskalation des Ukraine-Konflikts an ihren Planungen für einen Russlandtag fest. (Quelle: dpa)

Will die Beziehungen Mecklenburg-Vorpommerns zu Russland einschränken: der Fraktionschef der Grünen im Schweriner Landtag, Jürgen Suhr. (Quelle: dpa)

Die rot-schwarze Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern hält bisher trotz der Eskalation des Ukraine-Konflikts an ihren Planungen für einen "Russlandtag" fest. Nach Angaben der Staatskanzlei in Schwerin laufen die Vorbereitungen für das Wirtschaftstreffen am 1. Oktober vorerst weiter. Für den 12. August sei allerdings eine neuerliche Beratung im Kabinett geplant, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Oliver Kaiser. Denn die Opposition ist empört.

Die Grünen im Schweriner Landtag werten das Vorgehen als völlig falsches Signal.

"Zeit, die Reißleine zu ziehen"

Während die Europäische Union als Reaktion auf Russlands Rolle in der Ukraine-Krise die Sanktionen verschärft, könne Mecklenburg-Vorpommern nicht für neue Wirtschaftskontakte werben, findet der grüne Fraktionsvorsitzende Jürgen Suhr.

"Der Konflikt hat ein Stadium erreicht, in dem man nicht mehr so tun kann, als könne man die geopolitische Lage für sich ausblenden. Es wäre an der Zeit, die Reißleine zu ziehen."

Pro-Russlandtag-Fraktion argumentiert mit Zahlen

Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) hatte sein Vorgehen bislang verteidigt. Russland sei mit einem Warenvolumen von mehr als 600 Millionen Euro einer der wichtigsten Handelspartner Mecklenburg-Vorpommerns, argumentierte er.

Der SPD-Politiker war bereits im Frühjahr in die Kritik geraten, weil er mitten in der Ukraine-Krise zu einem Geburtstagsempfang zu Ehren von Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) nach St. Petersburg gereist war. Schröder und Putin hatten sich damals mit einer herzlichen Umarmung begrüßt, was dem Altkanzler viel Kritik einbrachte.

Ex-Kanzler Schröder soll russische Delegation empfangen

Beim "Russlandtag", dem am 30. September ein Empfang von Sellering vorausgehen soll, handelt es sich um ein Treffen von Politikern und Wirtschaftsvertretern, das laut Landesregierung die Wirtschaftsbeziehungen mit Russland stärken soll.

Als Ehrengast und Redner ist Gerhard Schröder nach Rostock eingeladen.

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