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Rechte Gewalt nimmt zu: Geheimbund verübt offenbar Anschläge in Berlin

Rechte Gewalt nimmt zu  

Geheimbund verübt offenbar Anschläge in Berlin

14.12.2014, 13:18 Uhr | dpa, AFP, t-online.de

Rechte Gewalt nimmt zu: Geheimbund verübt offenbar Anschläge in Berlin. Regierungsviertel in Berlin: Wächst eine neue Terrorgefahr von rechts heran? (Quelle: dpa)

Regierungsviertel in Berlin: Wächst eine neue Terrorgefahr von rechts heran? (Quelle: dpa)

Die deutschen Sicherheitsbehörden prüfen laut einer Meldung des "Spiegel" Informationen, denen zufolge sich im Zusammenhang mit den seit Wochen anwachsenden ausländer- und islamfeindlichen Demonstrationen neue militante Strukturen bilden: Zwischen dem 25. August und dem 24. November hatten bislang unbekannte Täter in vier Fällen Molotowcocktails am Berliner  Reichstag, dem Paul-Löbe-Haus des Bundestages und der CDU-Bundesgeschäftsstelle entzündet.

Es entstand jeweils geringer Sachschaden, der Berliner Staatsschutz ermittelt. An den Tatorten hinterließ eine obskure Gruppe namens Deutsche Widerstandsbewegung mehrseitige Schreiben.

BKA sieht signifikanten Auftrieb bei rechtsextremen Straftaten

Darin heißt es unter anderem, eine "multikulturelle, multiethnische, multireligiöse und multigeschichtliche Bevölkerungskonstellation" werde "das Land zerrütten, balkanisieren".

Derweil verzeichnet das Bundeskriminalamt (BKA) nach Informationen der "Welt am Sonntag" einen signifikanten "Auftrieb" in der rechtsextremistischen Szene: Besonders Straftaten mit rechtsextremem Hintergrund haben deutlich zugenommen.

Rund 10.000 gewaltbereite Rechtsextremisten

BKA-Präsident Holger Münch habe in einem vertraulichen Referat bei der Innenministerkonferenz von Bund und Ländern in Köln gesagt, bei den fremdenfeindlichen Straftaten stelle seine Behörde "bundesweit einen spürbaren Anstieg" fest, berichtet die "WamS" unter Berufung auf mehrere Konferenzteilnehmer.

Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) rechnet dem Bericht zufolge fast 22.000 Menschen in ganz Deutschland zur rechtsextremistischen Szene. Mehr als ein Viertel davon werden als Neonazis eingestuft. Rund 10.000 Rechtsextremisten gelten als gewaltbereit.

Bürger von Vorra protestieren gegen Rechte

Mit einer Menschenkette haben Bürger von Vorra nach den Brandanschlägen auf fast bezugsfertige Flüchtlingsunterkünfte gegen Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus protestiert. Etwa 300 Menschen beteiligten sich am Sonntag an der Aktion in dem mittelfränkischen Ort. Vorangegangen war ein Gottesdienst .

"Vorra ist in den vergangenen Tagen noch enger zusammengewachsen", sagte der evangelische Pfarrer Björn Schukat. "Wir in Vorra lassen uns nicht unterkriegen". Man wolle sich weiter in der Flüchtlingshilfe engagieren. In der Nacht zum Freitag hatten Unbekannte frisch renovierte Gebäude in Brand gesetzt, in die eigentlich Flüchtlinge hätten einziehen sollen.

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