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Umstrittenes Akw Fessenheim wird wohl erst 2018 geschlossen

Nahe der deutschen Grenze  

Umstrittenes Akw Fessenheim soll erst 2018 geschlossen werden

08.09.2015, 16:48 Uhr | AFP

Umstrittenes Akw Fessenheim wird wohl erst 2018 geschlossen. Das alte, störanfällige Atomkraftwerk Fessenheim am Rheinufer soll länger als geplant Strom produzieren. (Quelle: dpa)

Das alte, störanfällige Atomkraftwerk Fessenheim am Rheinufer soll länger als geplant Strom produzieren. (Quelle: dpa)

Erst vor zehn Tagen gab es wieder einen Störfall in dem umstrittenen elsässischen Atomkraftwerk Fessenheim. Doch nach dem Worten von Frankreichs Umweltministerin Ségolène Royal soll das Akw nun sogar noch länger als geplant am Netz bleiben. Erst 2018 werde es geschlossen, sagte die Sozialistin bei einem Besuch in Straßburg.

Royal verwies auf Verzögerungen beim Bau eines neuen Atomreaktors im nordfranzösischen Flamanville. Der Stromriese EDF hatte vergangene Woche mitgeteilt, dass der Europäische Druckwasserreaktor (EPR) vermutlich erst Ende 2018 in Betrieb gehen wird. Die Ministerin sagte, die im neuen Energiewendegesetz festgelegte Obergrenze für die Kapazität der Atomstrom-Produktion bedeute, dass Fessenheim vom Netz gehe, wenn Flamanville starte.

Zahlreiche Störfälle in Fessenheim

Die beiden Reaktoren in Fessenheim wurden 1977 und 1978 in Betrieb genommen und sind damit die ältesten in Frankreich. Atomkraftgegner und Politiker in Frankreich, Deutschland und der ebenfalls nahe gelegenen Schweiz fordern seit langem die Stilllegung des als besonders pannenanfällig geltenden Atomkraftwerks am Oberrhein.

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Zuletzt hatte sich der Reaktor eins der umstrittenen Anlage Ende August automatisch abgeschaltet. Es handete sich allerdings nicht um einen schwerwiegenden Vorfall, betonten die Verantwortlichen. Reaktor zwei lief normal weiter. Im Februar hatte es einen Rohrbruch gegeben, weshalb das Akw damals vorübergehend vom Netz gegangen war.

Stilllegung nicht in Energiewende-Gesetz verankert

Die Schließung von Fessenheim ist ein Wahlkampfversprechen Hollandes für seine bis Mai 2017 laufenden Amtszeit. Zwischenzeitlich sprach der Sozialist davon, das Akw sogar einige Monate früher, Ende 2016, vom Netz zu nehmen. Der Termin wurde aber immer wieder in Zweifel gezogen.

In dem Ende Juli verabschiedeten Energiewende-Gesetz der sozialistischen Regierung ist die Stilllegung von Fessenheim nicht verankert. Das Gesetz sieht zwar die Senkung des Anteils der Atomkraft an der Stromproduktion von derzeit 75 auf 50 Prozent im Jahr 2025 vor; der Regierung wird aber kein Recht eingeräumt, Atomanlagen zu schließen. Festgeschrieben wird lediglich eine Kapazitätsobergrenze für die Atomkraft auf dem heutigen Stand. Per Dekret soll dann für mehrjährige Zeiträume festgelegt werden, wie viel Strom aus welchem Sektor kommen darf.

Kosten für Akw Flamanville explodiert

Wenn Flamanville ans Netz geht, müssen wegen der festgeschriebenen Obergrenze andere Reaktoren vom Netz genommen werden. Allerdings wurde der Starttermin für den EPR-Reaktor mehrfach verschoben - ursprünglich war das Jahr 2012 angepeilt, zuletzt 2017, inzwischen geht EDF von Ende 2018 aus. Die Kosten des Projekts sind explodiert, sie werden inzwischen mit 10,5 Milliarden Euro veranschlagt. Geplant waren ursprünglich 3,3 Milliarden Euro.

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