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Schwerer Verdacht: Schonten Brandt und Schmidt jugoslawische Killerkommandos?

Schwerer Verdacht  

Schonten Brandt und Schmidt jugoslawische Killerkommandos?

25.09.2015, 13:06 Uhr | t-online.de

Schwerer Verdacht: Schonten Brandt und Schmidt jugoslawische Killerkommandos?. Haben die Bundesregierungen unter Willy Brandt (li.) und Helmut Schmidt jugoslawische Killerkommandos geschont? (Quelle: imago images/Sven Simon)

Haben die Bundesregierungen unter Willy Brandt (li.) und Helmut Schmidt jugoslawische Killerkommandos geschont? (Quelle: Sven Simon/imago images)

Schwerer Vertuschungsverdacht gegen die sozialliberalen Bundesregierungen unter Willy Brandt und Helmut Schmidt. Wie der "Spiegel" in einer Vorab-Meldung berichtet, hat die Koalition offenbar jugoslawische Killerkommados vor der Strafverfolgung bewahrt, um die guten Beziehungen zum kommunistischen Vielvölkerstaat nicht zu belasten.

Das legen Regierungsdokumente aus den Siebzigerjahren nahe, die dem Magazin vorliegen. Aufgetaucht sind sie bei einem derzeit in München stattfindenden Gerichtsprozess gegen zwei ehemalige jugoslawische Geheimdienstoffiziere, wo sie eine Rolle spielen. Den beiden Agenten wird zur Last gelegt, die Ermordung eines kroatischen Dissidenten 1983 in Oberbayern vorbereitet und beauftragt zu haben.

Wie aus den Unterlagen weiter hervorgeht, kamen Agenten, die bei der Planung von Attentaten auf jugoslawische Regimegegner enttarnt wurden, mit Ausweisung und Aufenthaltsverboten in der Bundesrepublik davon.

Mindestens sechs Morde

Dabei listet ein vertraulicher Vermerk des Bundesjustizministeriums allein für die Zeit vom 1979 bis 1982 sechs Morde und zwei Mordversuche an Regimegegnern auf dem Gebiet der Bundesrepublik auf; bei ihnen bestehe der "konkrete Verdacht", dass "offizielle jugoslawische Stellen an den Straftaten beteiligt sind", berichtet der "Spiegel" weiter..

Der damalige jugoslawische Ministerpräsident Veselin Duranović beteuerte hingegen in einem vertraulichen Gespräch mit Bundeskanzler Helmut Schmidt, dass das zuständige Sicherheitsgremium in Belgrad "nie seine Genehmigung zu solchen Aktivitäten geben würde". Schmidt gab sich mit dieser Antwort zufrieden. Anderslautende Erkenntnisse der Bundesregierung sprach er laut Protokoll nicht an.

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