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Kommentar zum AfD-Erfolg bei den Landtagswahlen

Kommentar zum AfD-Erfolg  

Jetzt muss sich jeder entscheiden

14.03.2016, 10:06 Uhr | t-online.de

Kommentar zum AfD-Erfolg bei den Landtagswahlen. Gut lachen: AfD-Chefin Frauke Petry nach den Wahlerfolgen  in Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. (Quelle: dpa)

Gut lachen: AfD-Chefin Frauke Petry nach den Wahlerfolgen in Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. (Quelle: dpa)

Ein Kommentar von Jan Eger

Ich will die guten Ergebnisse der AfD keinesfalls verharmlosen, aber man muss es trotzdem mal deutlich sagen: Selbst in Sachsen-Anhalt haben mehr als 75 Prozent diese Partei nicht gewählt. Von denen, die wählen gegangen sind. In Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz sind es 85 Prozent.

Das Wahlergebnis ist also kein Signal an die Politik, in der Flüchtlingsfrage endlich auf die harte Linie à la Seehofer und Orban einzuschwenken. Denn eine sehr große Mehrheit will kein rückwärtsgewandtes Land, in dem die Schuld für Ungerechtigkeiten bei Menschen gesucht wird, die sich am wenigsten wehren können. In dem möglichst viele Räder wieder zurückgedreht und möglichst viele Zäune wieder hochgezogen werden.

Aber der Wahlsonntag zeigt: Es reicht nicht mehr, Parteien wie die AfD einfach nicht zu wählen. Jeder Bürger, jeder Mensch, der in Deutschland wählt, muss sich entscheiden, in was für einem Land er leben will: in einem weltoffenen oder einem, das sich verschließt. In einem, das sich unterscheidet von den ganzen unfreien Gesellschaften dieser Welt, oder in einem, das auf Abgrenzung setzt. Und er muss dies laut und deutlich kundtun.

Und es ist ein Signal an die Politik, wieder mehr für den Zusammenhalt der Gesellschaft zu sorgen. Denn woran es in unserem Land bei allen wirtschaftlichen Erfolgen krankt, das ist die soziale Balance. Das ist ein Grund für den Erfolg der AfD. Aber wenn eines ganz sicher nicht dazu taugt, diese Balance wieder herzustellen, dann sind es diese Rezepte der Rechtspopulisten.

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