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Anschlag in Ansbach: Bekennervideo auf Handy entdeckt

IS bezeichnet Täter als "Soldat"  

Ansbach-Anschlag hat islamistischen Hintergrund

26.07.2016, 10:48 Uhr | dpa, rtr, t-online.de

Anschlag in Ansbach: Bekennervideo auf Handy entdeckt. Im fränkischen Ansbach zündete ein Asylbewerber aus Syrien am Sonntagabend einen Sprengsatz. (Quelle: dpa)

Im fränkischen Ansbach zündete ein Asylbewerber aus Syrien am Sonntagabend einen Sprengsatz. (Quelle: dpa)

Der Selbstmordanschlag von Ansbach hat einen islamistischen Hintergrund. Auf einem Handy des Täters fanden die Ermittler eine Anschlagsdrohung als Video. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bezeichnete den Täter inzwischen als ihren "Soldaten". Die Ermittlungen übernahm die Bundesanwaltschaft.

Der Mann habe die Tat als Antwort auf die Rufe des IS begangen, die Koalition zur Bekämpfung der Terrormiliz anzugreifen, heißt es in einer Botschaft des Propagandakanals Amak. Das IS-Sprachrohr berief sich dabei auf eine nicht näher genannte "Sicherheitsquelle" der Terrormiliz.

Vergeltung für das Umbringen von Muslimen

In dem Handyvideo kündigte der abgelehnte Asylbewerber laut Bayerns Innenminister Joachim Herrmann "ausdrücklich einen Racheakt gegen die Deutschen an, weil sie sich dem Islam in den Weg stellen, als Vergeltung für das Umbringen von Muslimen". Darüber hinaus bezeugte der Mann seine "Zugehörigkeit" zu IS-Anführer Abu Bakr al-Baghdadi.

Der vor zwei Jahren aus Syrien eingereiste Flüchtling hatte am Sonntagabend das Gelände eines Open-Air-Konzerts in Ansbach betreten wollen. Weil er keine Eintrittskarte hatte, war er am Eingang abgewiesen worden. Kurz darauf explodierte sein Rucksack, als sich der Täter gerade vor einem Weinlokal aufhielt. Er selbst starb, mehrere Menschen wurden verletzt.

Bundesanwaltschaft ermittelt

Die Bundesanwaltschaft teilte in Karlsruhe mit, dass sie unter anderem dem Verdacht der Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung nachgehe. Der Generalbundesanwalt verfolgt Straftaten gegen die innere Sicherheit der Bundesrepublik.

Nach Angaben des bayerischen Innenministers war der 27-jährige Täter am 3. Juli 2014 erstmals nach Deutschland eingereist. Er habe ab Februar 2015 eine Duldung erhalten, die danach mehrfach verlängert wurde. Vor nicht einmal zwei Wochen habe die BAMF-Behörde in Nürnberg den Betroffenen aufgefordert, Deutschland innerhalb von 30 Tagen Richtung Bulgarien zu verlassen.

Zwei Selbstmordversuche dokumentiert

Der Polizei war der Mann wegen Drogen- und Nötigungsdelikten bekannt. Außerdem galt er laut Behörden als psychisch instabil. Aktenkundig sind zwei Selbstmordversuche. Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte, stand er "unter Betreuung". In Akten aus einem "Unterbringungsverfahren" sei von "depressiven Episoden" die Rede.

Bei der Durchsuchung des Zimmers des 27-Jährigen in einer Flüchtlingsunterkunft in Ansbach stießen die Beamten auf zwei Mobiltelefone, von denen eines das Video enthielt. Auf einem Notebook fanden sie Material "mit salafistischem Hintergrund". Außerdem lagerte der Mann demnach verschiedene Chemikalien, die nach "erster Einschätzung" der Ermittler auch zum Bau von Bomben geeignet sind.

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