Sie sind hier: Home > Politik > Deutschland >

Amoklauf von München: Verkäufer der Waffe aus dem Darknet gefasst

Amoklauf von München  

Mutmaßlicher Verkäufer der Tatwaffe gefasst

16.08.2016, 20:25 Uhr | dpa, t-online.de, AFP, rtr

Amoklauf von München: Verkäufer der Waffe aus dem Darknet gefasst. Glock 17: Mit einer Pistole dieses Typs erschoss der Amokläufer von München neun Menschen. (Quelle: dpa)

Glock 17: Mit einer Pistole dieses Typs erschoss der Amokläufer von München neun Menschen. (Quelle: dpa)

Festnahme in Hessen: Der mutmaßliche Verkäufer der Waffe, mit der ein junger Mann am 22. Juli in München neun Menschen tötete, ist gefasst. Auch seine Frau wurde festgenommen. 

Der 31-jährige Deutsche wurde in Marburg in Hessen festgenommen, wie die Generalstaatsanwaltschaft und das Zollfahndungsamt Frankfurt mitteilten. Gegen ihn besteht dringender Tatverdacht. Er hatte in einem Schulterholster eine geladene Pistole bei sich. 

Im Darknet eine Falle gestellt

Spezialisten von der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internet-Kriminalität (ZIT), Generalbundesanwalt und Soko München stelten ihm eine Falle: Man sei via Darknet mit dem Mann in Kontakt getreten, hätte sein Vertrauen gewonnen und daraufhin eine Waffe bei ihm geordert.

Im Zuge der Übergabeverhandlungen zu dem Scheingeschäft habe der Mann zugegeben, auch die Waffe an den Münchner Amokläufer geliefert zu haben. Die Fahnder hatten das gleiche Modell - eine Glock 17 - bei dem Verdächtigen geordert.

Die 31-jährige Lebensgefährtin des Mannes wurde ebenfalls verhaftet. Das Paar ging bei seinen Waffengeschäften offenbar mit geteilten Rollen vor: während der Waffenhändler mit Käufern zunächst das Finanzielle regelte, bestand der Part der Frau darin, die Ware zu übergeben.

Waffe Ende Mai verkauft

Den Angaben zufolge soll der mutmaßliche Waffenhändler bei einem Treffen in Marburg am 20. Mai dem späteren Amokschützen zunächst die Pistole verkauft haben. Am 18. Juli, also vier Tage vor der Tat, habe er bei einem zweiten Treffen in Marburg dem Schüler 350 Patronen verkauft. 

Die Angaben des Beschuldigten decken sich mit den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft München und des Bayerischen Landeskriminalamts zu Fahrtnachweisen und Chatverläufen.

Schüler kaufte ganzes Waffenarsenal

Ermittlungen gegen einen 62 Jahre alten Buchhalter aus Nordrhein-Westfalen und gegen einen 17 Jahre alten Schüler aus Hessen hatten die Strafverfolger auf die Spur des Beschuldigten gebracht. Beide sollen Schusswaffen und Munition bei dem Mann gekauft und die Geschäfte über das Darknet angebahnt haben.

Bei dem Buchhalter wurden eine Pistole und 100 Schuss Munition sichergestellt. Ein regelrechtes Arsenal entdeckten die Polizisten bei der Durchsuchung des Zimmers des Schülers in der elterlichen Wohnung in Nordhessen. Neben dem zuletzt erstandenen Repetiergewehr Karabiner Modell 1931 und 157 Patronen im Kaliber 7,5 Millimeter fanden die Ermittler eine Pistole Walther PK 380, drei Gewehre und vier Revolver verschiedener Kaliber, 175 Patronen verschiedener Kaliber und rund fünf Kilogramm Schwarzpulver.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Sie können alles tragen, wenn Sie Sie sind
MY TRUE ME - Mode ab Größe 44
Anzeige
Jetzt bei der Telekom: Surfen mit bis zu 50 MBit/s!
z. B. mit MagentaZuhause M
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal