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De Maizière: Verdächtige hatten Bezug zu Paris-Attentätern

Anti-Terror-Razzia im Norden  

De Maizière: Verdächtige hatten Bezug zu Paris-Attentätern

13.09.2016, 19:00 Uhr | dpa, AFP, t-online.de

De Maizière: Verdächtige hatten Bezug zu Paris-Attentätern. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) erklärte bei einer Pressekonferenz, die mutmaßlichen IS-Mitglieder hatten Bezug zu den Attentätern von Paris. (Quelle: dpa)

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) erklärte bei einer Pressekonferenz, die mutmaßlichen IS-Mitglieder hatten Bezug zu den Attentätern von Paris. (Quelle: dpa)

In Niedersachsen und Schleswig-Holstein hat die Polizei am Morgen drei Flüchtlingsunterkünfte und mehrere Wohnungen durchsucht. Bei der Anti-Terror-Razzia wurden laut Bundeskriminalamt drei Syrer festgenommen. Innenminister de Maizière sieht Bezüge zu den Attentätern von Paris. 

Gegen die drei Syrer wird laut Bundesanwaltschaft wegen Terrorverdachts ermittelt. Den Männern im Alter zwischen 17 und 26 Jahren werde vorgeworfen, im Auftrag der Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) im November 2015 nach Deutschland gekommen zu sein, "um entweder einen bereits erhaltenen Auftrag auszuführen oder sich für weitere Instruktionen bereitzuhalten". Konkrete Aufträge gab es nach bisherigen Ermittlungen aber nicht. 

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) sagte bei einer Pressekonferenz in Berlin, bei den Festgenommenen gebe es "Bezüge zu den Attentätern von Paris".  Die Männer hätten ebenfalls die Balkanroute genommen, dieselbe Schlepperorganisation und "Reisedokumente aus der gleichen Werkstatt" wie die Paris-Attentäter genutzt.

Mögliche Schläferzelle

Es könnte sich um eine Schläferzelle gehandelt haben. Zu keinem Zeitpunkt sei von diesen drei Personen eine Gefahr ausgegangen, betonte der Bundesinnenminister weiter. "Es musste nur der richtige Zeitpunkt ermittelt werden, damit auch ein Haftbefehl trägt." Die Gefährdungslage in Deutschland sei unverändert hoch, sagte der Minister.

Das Bundeskriminalamt (BKA) ermittelte bereits seit mehreren Monaten gegen die drei Männer. In Berlin-Treptow sei eine eigene Ermittlungsgruppe gegründet worden, die wochenlang Telefone abgehört und die Männer observiert habe.

Hunderte Kräfte im Einsatz 

Insgesamt seien sechs Objekte durchsucht worden, sagte die BKA-Sprecherin. 200 Kräfte von Bundespolizei, BKA und den Landespolizeien seien im Einsatz gewesen. 

Die Beschuldigten verpflichteten sich laut Bundesanwaltschaft im Oktober 2015 "gegenüber einem für Operationen und Anschläge außerhalb des IS-Gebiets zuständigen Funktionär" der Dschihadistenmiliz, zusammen nach Europa zu reisen. Sie wurden demnach vom IS mit Pässen ausgestattet und erhielten höhere vierstellige Bargeldbeträge in US-Währung sowie Mobiltelefone.

Verheerende Anschläge in Paris

Am 13. November 2015 hatten Extremisten mit Verbindungen zur Terrormiliz Islamischer Staat in Paris die Konzerthalle "Bataclan" und andere Ziele in der französischen Hauptstadt angegriffen. 130 Menschen starben damals.

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