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Anti-Terror-Einsätze in Deutschland: Tschetschenen im Visier

Tschetschenen im Visier der Ermittler  

Anti-Terror-Einsätze in mehreren Bundesländern

25.10.2016, 15:29 Uhr | dpa, rtr, t-online.de

Anti-Terror-Einsätze in Deutschland: Tschetschenen im Visier. Unter anderem im thüringischen Suhl wurde die Wohnung eines Terrorverdächtigen durchsucht. (Quelle: dpa)

Unter anderem im thüringischen Suhl wurde die Wohnung eines Terrorverdächtigen durchsucht. (Quelle: dpa)

Spezialeinheiten der Polizei haben in fünf Bundesländern Anti-Terror-Einsätze durchgeführt. Einsatzkommandos durchsuchten nach Angaben des Landeskriminalamtes (LKA) Thüringen zwölf Wohnungen und eine Gemeinschaftsunterkunft vor. Demnach ging es bei den Einsätzen in der Hauptsache um den Verdacht der Terrorismus-Finanzierung.

Die Ermittlungen richten sich einer LKA-Sprecherin zufolge in erster Linie gegen einen 28-jährigen russischen Staatsangehörigen aus der Volksgruppe der Tschetschenen. Im Blick der Ermittler befinden sich demnach weitere zehn Männer und drei Frauen, alle ebenfalls russische Tschetschenen. Berichten zufolge soll der 28-Jährige beabsichtigt haben, sich der Terror-Miliz Islamischer Staat (IS) in Syrien anzuschließen.

Bislang keine Festnahme

Bei allen Beschuldigten handelt es sich nach Polizeiangaben um Asylsuchende, deren Aufenthaltsstatus in Deutschland bisher nicht abschließend geklärt ist. Festgenommen wurde nach Angaben der Sprecherin bislang niemand. Bei den Razzien sei eine ungefährliche Substanz sichergestellt worden, die zur Zeit untersucht werde. Im Laufe des Tages soll es eine zweite Pressemitteilung der Ermittlungsbehörden geben.

In Thüringen fanden die Polizeiaktionen unter anderem in Suhl, wo der 28-Jährige Hauptverdächtige verortet ist, in Jena, Weimar, Schmalkalden und Hildburghausen statt. Außerdem gab es Razzien in Hamburg, Dortmund, Leipzig und im Großraum München.

Seit 2015 im Visier der Ermittler

Nach Angaben der LKA-Sprecherin begannen die Ermittlungen wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat in der zweiten Hälfte des letzten Jahres. Während der Ermittlungen sei dann der Vorwurf der Terrorismus-Finanzierung dazu gekommen. Wegen des laufenden Verfahrens wollte sich die Sprecherin zu weiteren Details des Einsatzes nicht äußern. 

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