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Landtagswahlen

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Bayerische Ministerpräsidenten: Blau-weiße Halbgötter

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 (Quelle: imago images/Sven Simon)
(Quelle: Sven Simon/imago images)

1978 wurde einer der umstrittensten und zugleich bewundertsten Politiker der deutschen Nachkriegsgeschichte bayerischer Ministerpräsident: Franz-Josef Strauß. Strauß (hier 1969 mit seiner Tochter Monika) war eigentlich leidenschaftlicher Bundespolitiker, bekleidete unter anderem das Amt des Verteidigungs- und Finanzministers. Weil in dieser Zeit allerdings in Bonn die SPD zusammen mit der FDP regierte, übernahm der CSU-Chef das Amt des Ministerpräsidenten in Bayern vom lang gedienten Alfons Goppel. Dieses Sprungbrett wollte er 1979 nutzen, um das Kanzleramt für die Union zu gewinnen: Strauß ließ sich zum Spitzenkandidaten von CDU und CSU wählen und scheiterte 1980 kläglich. Bei seinem Tod 1988 war Strauß noch umstrittener als bei seinem Amtsantritt. Er setzte gegen den Widerstand von Umweltschützern den Bau des hoch umstrittenen Rhein-Main-Donau-Kanals durch, angesichts seiner Begeisterung für die Nutzung der Atomkraft sollte in Wackersdorf eine Wiederaufbereitungsanlage entstehen. Strauß pflegte zudem eine spezielle Art einer bayerischen Außenpolitik, indem er zum Beispiel eine innige Freundschaft zum Diktator des Togo hatte. 1983 verstörte Strauß schließlich auch loyale Anhänger, indem er einen Milliardenkredit der Bundesrepublik an die DDR vermittelte. Fünf Jahre später starb Strauß im Amt.


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