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Teil-Lockdown: Neue Maßnahmen im November – das sagen die Deutschen

Exklusive Umfrage zum Teil-Lockdown  

Das halten die Deutschen von den neuen Maßnahmen

29.10.2020, 18:59 Uhr
Teil-Lockdown: Neue Maßnahmen im November – das sagen die Deutschen. Polizeistreife in Berlin: Die neuen Maßnahmen sollen von den Beamten genau kontrolliert werden.  (Quelle: imago images)

Polizeistreife in Berlin: Die neuen Maßnahmen sollen von den Beamten genau kontrolliert werden. (Quelle: imago images)

Sind die neuen Corona-Maßnahmen der Regierung zu drastisch? Nein, so das Ergebnis einer exklusiven Umfrage. Doch nicht alle denken so. 

Deutschland geht in den Teil-Lockdown: Ab Montag gelten bundesweit strikte Kontaktverbote, Gastronomiebetriebe müssen geschlossen bleiben, Veranstaltungen sind untersagt (Mehr zu den Corona-Regeln im November lesen Sie hier). Kanzlerin Angela Merkel bezeichnete die Maßnahmen in einer Regierungserklärung am Donnerstag als "geeignet, erforderlich und verhältnismäßig". Und dem schließt sich auch ein Großteil der Deutschen an. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für t-online.

Demnach halten rund 65 Prozent der Befragten die Verschärfung der Corona-Maßnahmen ab dem 2. November für "eindeutig richtig" oder "eher richtig". Lediglich circa 29 Prozent finden die neuen Regeln falsch. Rund 6 Prozent sind unentschieden. 

Damit ist die Zufriedenheit mit der Corona-Politik von Bund und Ländern weiter auf einem sehr hohen Niveau – allerdings weniger stark als noch im Frühjahr. Als im April weitreichende Kontaktbeschränkungen eingeführt wurden, befürworteten diese Maßnahme noch rund 77 Prozent der Deutschen. Nur circa 17 Prozent hielten sie für falsch. Allerdings wurde damals auch speziell nach den Kontaktbeschränkungen und nicht nach den generellen Maßnahmen gefragt. Gut möglich, dass auch aktuell weit mehr Befragte Kontaktverbote gutheißen, aber andere Maßnahmen aus dem Corona-Paket von Bund und Ländern kritisieren. 

Auffällige Unterschiede gibt es bei der aktuellen Umfrage vor allem bei der Parteipräferenz. Während Anhänger der Union (79 Prozent), der SPD (78 Prozent), der Grünen (77 Prozent) die Maßnahmen mehrheitlich befürworten, halten Anhänger der FDP (61 Prozent) und der AfD (80 Prozent) die Maßnahmen überwiegend für falsch. 

Je älter die Befragten, desto größer die Zustimmung

Auch bei den Altersgruppen sind Unterschiede sichtbar: Je älter die Befragten, umso größer die Zustimmung. Finden bei den 18- bis 29-Jährigen rund 60 Prozent die Verschärfung richtig, sind es bei den über 65-Jährigen bereits rund 77 Prozent. 

Merkel kann sich demnach der Unterstützung der Bevölkerung sicher sein. In ihrer Regierungserklärung rief die Kanzlerin die Bürger erneut zur Mitwirkung auf. "Halten wir uns an die Regeln, die jetzt gelten, dann helfen wir unserem Land und im Ergebnis jeder und jedem von uns, diese gewaltige Prüfung zu bestehen."

Zur Methodik:

In die Umfrage flossen die Antworten von 5.047 bevölkerungsrepräsentativ ausgewählten Menschen ein, die zwischen dem 28. und dem 29. Oktober 2020 online gefragt wurden: "Wie bewerten Sie die Verschärfungen der Corona-Maßnahmen, die ab dem 2. November gelten sollen?" Der statistische Fehler für die Gesamtergebnisse beträgt 2,5 Prozent; für Teilgruppen kann er davon abweichen.

Verwendete Quellen:
  • Civey für t-online

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