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Spahn rÀumt ein: Habe Masken bei Freunden bestellt

Von t-online, ds

Aktualisiert am 26.03.2021Lesedauer: 2 Min.
Jens Spahn: "Ich musste in dieser Zeit feststellen, dass es wesentlich besser funktioniert, wenn das Angebot von jemandem kommt, den man kennt und einschÀtzen kann."
Jens Spahn: "Ich musste in dieser Zeit feststellen, dass es wesentlich besser funktioniert, wenn das Angebot von jemandem kommt, den man kennt und einschÀtzen kann." (Quelle: Kay Nietfeld/dpa-bilder)
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Weil in Deutschland Millionen Masken fehlten, griff Gesundheitsminister Jens Spahn persönlich zum Telefonhörer – und rief Freunde an. Diese besorgten dem Minister die Produkte. Verwerflich findet Spahn das nicht.

Im Nachgang zur MaskenaffÀre in der Union hat Gesundheitsminister Spahn zugegeben, bei der Beschaffung von Schutzmasken in der Corona-Pandemie bewusst private Kontakte genutzt zu haben. Das erklÀrte der CDU-Politiker in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Spiegel".

Der Grund dafĂŒr sei die große Versorgungsnot im Gesundheitswesen gewesen. "Ich musste in dieser Zeit feststellen, dass es wesentlich besser funktioniert, wenn das Angebot von jemandem kommt, den man kennt und einschĂ€tzen kann", sagte Spahn.

Im MĂ€rz 2020 war die Versorgungslage mit Masken und anderen SchutzausrĂŒstungen in der Bundesrepublik katastrophal. Er habe zu diesem Zeitpunkt eingesehen, dass man mit der klassischen Beschaffung ĂŒber die zustĂ€ndigen Ämter nicht weiterkomme. Er habe dann selbst zum Telefonhörer gegriffen.

Spahn steht seit Monaten in der Kritik

So kam ein Maskendeal mit der Online-Apotheke DocMorris zustande, bei der ein ehemaliger Vorstand mit Spahn befreundet ist. Ähnliches gilt fĂŒr einen Logistikauftrag in Höhe von 100 Millionen Euro und eine Maskenbestellung mit einem möglichen Volumen von knapp 1,5 Milliarden Euro fĂŒr das Unternehmen Fiege, das in Spahns Heimatregion seinen Sitz hat und dessen Inhaberfamilie in der CDU vernetzt ist. "Fiege ist ein angesehenes westfĂ€lisches Familienunternehmen in der Gesundheitslogistik, das ich als solches gut kenne", so Spahn zum "Spiegel".

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Spahn steht seit Monaten in der Kritik, weil er offenbar Bekannte und Freunde bei den Maskendeals fĂŒr Ämter und Behörden bevorzugt haben soll. Der Gesundheitsminister bestritt das. Auch einen potenziellen Interessenkonflikt sah Spahn nicht: "Wir waren in einer Notlage. FĂŒr mich zĂ€hlte nur, dass wir gute Masken zu akzeptablen Konditionen bekommen haben, und zwar schnell." Persönlich profitiert habe Spahn von den Deals mit den Freunden nicht.

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