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Horst Köhler zu seinem Rücktritt: "Angriffe waren ungeheuerlich"

"Die Angriffe waren ungeheuerlich"

09.06.2011, 08:09 Uhr | AFP, dpa

Horst Köhler zu seinem Rücktritt: "Angriffe waren ungeheuerlich". Trat nach sechs Jahren als Bundespräsident überraschend zurück: Horst Köhler (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Trat nach sechs Jahren als Bundespräsident überraschend zurück: Horst Köhler (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Horst Köhler hat sich ein Jahr nach seinem Rücktritt vom Amt des Bundespräsidenten erstmals ausführlich zu seiner Entscheidung geäußert. "Ich bin zurückgetreten, um Schaden vom Amt abzuwenden. Die Angriffe auf mich im Zusammenhang mit meinen Äußerungen über sicherheitspolitische Interessen Deutschlands waren ungeheuerlich und durch nichts gerechtfertigt", sagte Köhler in einem Interview mit der Wochenzeitung "Die Zeit".

"Es war die Rede von der Befürwortung von Wirtschaftskriegen und möglichem Verfassungsbruch", sagte Köhler. "Kann man einem Bundespräsidenten angesichts der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts Schlimmeres vorwerfen?" Köhler war am 31. Mai 2010 nach sechsjähriger Amtszeit überraschend zurückgetreten und hatte sich daraufhin weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen.

"Normales Bürgerleben"

Seit einem Jahr führe er "wieder ein normales Bürgerleben. Ich bin mit mir im Reinen und genieße manche Dinge, die ich vorher nicht hatte." Zudem wolle er in Ruhe seine "Lebensgeschichte" aufschreiben, sagte Köhler, der derzeit unter anderem eine Honorarprofessur an der Universität Tübingen hat.

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Der ehemalige Bundespräsident hatte seinen Rücktritt bereits vor einem Jahr mit der Kritik an seinen Äußerungen zu Auslandseinsätzen der Bundeswehr begründet. In dem "Zeit"-Interview sagte er nun, seine Äußerungen zu Auslandseinsätzen der Bundeswehr seien "bewusst missverstanden und für parteipolitische - auch innerparteiliche - Ziele instrumentalisiert" worden.

Köhler unterstrich, er habe sich nie in das Amt des Bundespräsidenten gedrängt. "Ich habe mich für das Amt des Bundespräsidenten in die Pflicht nehmen lassen. Die Anfrage schmeichelte mir, aber 80 Prozent war Pflichtgefühl. Ich dachte, ich könnte mit meiner beruflichen Erfahrung auch helfen. Ich kannte und akzeptierte aber selbstverständlich das Institutionen- und Machtgefüge unserer Verfassung."

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