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Til Schweiger rastet bei "Maischberger" aus

Schweiger attackiert CSU-Politiker  

"Sie gehen mir auf den Sack!"

19.08.2015, 13:35 Uhr | dpa, t-online.de

Til Schweiger rastet bei "Maischberger" aus. Til Schweiger fordert von deutschen Politikern, dass sie klar Stellung gegen Fremdenhass beziehen. (Quelle: imago images)

Til Schweiger fordert von deutschen Politikern, dass sie klar Stellung gegen Fremdenhass beziehen. (Quelle: imago images)

Seit Wochen setzt sich Til Schweiger für Flüchtlinge ein und engagiert sich im Kampf gegen Fremdenhass. Dabei scheut er sich auch nicht, deutliche Worte an Politiker zu richten. Nun ist der Schauspieler in der Talkshow von Sandra Maischberger mit CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer aneinandergeraten.

Schweiger schlug in der ARD-Sendung vor, den Solidarzuschlag für die Finanzierung von Flüchtlingsheimen zu verwenden. Als Scheuer diesen Vorschlag als "albern" bezeichnete, beschimpfte ihn Schweiger: "Sie gehen mir auf den Sack, echt!“ Eine Aussage, für die sich Schweiger allerdings am Ende seines Auftritts bei Scheuer entschuldigte.

Schweiger will nicht untätig rumsitzen

In der Sendung diskutierten die Gäste zum Thema Flüchtlinge. Schweiger hatte kürzlich angekündigt, ein "Vorzeige-Flüchtlingsheim" in Osterode am Harz errichten zu wollen.

Auf Scheuers Nachfrage, wann die geplante Einrichtung an den Start gehe, reagierte der zugeschaltete Schweiger gereizt. "Ich find' das so geil, Ihren süffisanten Blick, weil Sie mich jetzt vorführen wollen", sagte er. Da sich die Verhandlungen zwischen dem Besitzer der ehemaligen Kaserne in Niedersachsen und dem Land noch hinziehen werden, dauere es noch etwas, bis er seinen Plan in die Tat umsetzen könne, erklärte Schweiger.

Mit einer Stiftung, die der Schauspieler gründen möchte, will er in der Zwischenzeit ein anderes Flüchtlingsheim unterstützen. "Um nicht untätig rumzusitzen, gehe ich mit meiner Stiftung nach Osnabrück", kündigte der 51-Jährige an. Er kann sich vorstellen, einer dortigen Landesaufnahmestelle zum Beispiel mit einer Fahrradwerkstatt oder Lehrern, die Sprachunterricht geben, zu helfen.

Schauspieler fordert klare Worte von Politikern

Daneben nahm Schweiger einmal mehr deutsche Politiker in die Pflicht, sich gegen Fremdenfeindlichkeit einzusetzen: "Ich werde Sie jetzt beobachten, Herr Generalsekretär, ob Sie sich demnächst einmal mit Vehemenz gegen diesen Mob stellen", sagte er zu Scheuer. Angesichts von Fremdenhass und Gewaltaufrufen in sozialen Netzwerken fragte Schweiger: "Wo ist das Mitglied in unserer Regierung, das sich hinstellt und sagt: 'Dafür werdet ihr bestraft'?"

Erst am Sonntag forderte Schweiger auf seinem Facebook-Profil eine klare Stellungnahme von Kanzlerin Angela Merkel:

Hallo...? ZDF?!󾌯Schuss nicht gehört?! Klare Worte wären folgende: Wir werden niemals tolerieren, dass Menschen, die vor...

Posted by Til Schweiger on Sonntag, 16. August 2015

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