Sie sind hier: Home > Politik > Deutschland > Innenpolitik >

Bundespräsident: Sigmar Gabriel schlägt Frank-Walter Steinmeier vor

SPD-Chef macht Vorstoß  

Medien: Gabriel will Steinmeier als Bundespräsident

23.10.2016, 14:47 Uhr | t-online.de, rtr

Bundespräsident: Sigmar Gabriel schlägt Frank-Walter Steinmeier vor. Frank-Walter Steinmeier ist der Favorit der SPD für das Amt des Bundespräsidenten. (Quelle: Reuters)

Frank-Walter Steinmeier ist der Favorit der SPD für das Amt des Bundespräsidenten. (Quelle: Reuters)

Einem Bericht der "Bild"-Zeitung zufolge will SPD-Chef Sigmar Gabriel, dass der derzeitige Außenminister Frank-Walter Steinmeier die Nachfolge von Bundespräsident Joachim Gauck antritt.

Keiner der bisherigen Vorschläge reiche an Steinmeier heran, sagte Gabriel im Gespräch mit "Bild". Er bedauere, dass Steinmeier bei der Union bisher jedoch keine Unterstützung finde.

Steinmeier sei bestens geeignet

Dabei weise Steinmeier alle Eigenschaften auf, die ein Bundespräsident benötige. Gefragt sei ein Bewerber, "der unser Land repräsentieren kann aber auch die Herausforderungen der Zeit kennt und Antworten darauf hat." Gabriel sagte: "Die SPD hat bereits einen Kandidaten, auf den all das zutrifft: Frank-Walter Steinmeier."

Falls sich noch ein Bewerber finde, der "mindestens gleich gut" sei, werde die SPD weiter offen und kompromissbereit bleiben. Aber "parteipolitische Deals" werde es nicht geben, so Gabriel.

Die Union lehnt Steinmeier bislang als zu parteinah ab. CDU-Generalsekretär Peter Tauber sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe, gesucht werde jemand, der "weniger klar politisch verortet ist".

Dieser Linie entsprach auch CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer. Zur Personalie Steinmeier sagte er der "Bild am Sonntag": "Er soll lieber seinen Job als Außenminister besser machen." Er gehe aber davon aus, dass man sich mit der SPD auf einen Kandidaten einigen werde.

Auch SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann warb im "Tagesspiegel" erneut für Steinmeier: "Jeder weiß, dass er ein großartiger Außenminister ist und ein hervorragender Bundespräsident wäre." Einen Konsens-Kandidaten um jeden Preis lehnte Oppermann wie auch Gabriel aber ab: "Die Suche nach einem gemeinsamen Kandidaten darf nicht dazu führen, dass wir uns auf den kleinsten gemeinsamen Nenner einigen und zum Schluss eine Kandidatin oder einen Kandidaten haben, der zwar allen Parteien gefällt, aber als Persönlichkeit nicht überzeugt."

Kommenden Februar wird der Nachfolger Gaucks gewählt. Die Spitzen der großen Koalition hatten sich darauf verständigt, bis Ende Oktober zu sondieren, ob Union und SPD einen gemeinsamen Kandidaten vorschlagen. In der Vergangenheit gingen aus den bei der Bundespräsidenten-Wahl eingegangenen Bündnissen häufig spätere Regierungskoalitionen hervor.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Sie können alles tragen, wenn Sie Sie sind
MY TRUE ME - Mode ab Größe 44
Anzeige
Jetzt bei der Telekom: Surfen mit bis zu 50 MBit/s!
z. B. mit MagentaZuhause M
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal