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Bremer Asyl-Affäre: Bamf-Chefin Schmid wandte sich "hilfesuchend" an Seehofer

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Bremer Asyl-Affäre  

BAMF-Chefin wandte sich "hilfesuchend" an Seehofer

15.05.2018, 07:03 Uhr | dpa

Bremer Asyl-Affäre: Bamf-Chefin Schmid wandte sich "hilfesuchend" an Seehofer. Josefa Schmid: Ihre Abberufung aus Bremen sei keine Strafversetzung, heißt es vom Bundesinnenministerium. (Quelle: dpa/Privat)

Josefa Schmid: Ihre Abberufung aus Bremen sei keine Strafversetzung, heißt es vom Bundesinnenministerium. (Quelle: Privat/dpa)

Die frühere Leiterin der Bremer Flüchtlingsbehörde soll in 1.200 Fällen unrechtmäßig Asyl gewährt haben. Ihre Nachfolgerin will die Sache aufklären und wird versetzt. Was wusste Innenminister Seehofer?

Die kürzlich abberufene Leiterin der Bremer Außenstelle der Flüchtlingsbehörde BAMF, Josefa Schmid, wollte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) schon im März über Details des mutmaßlichen Asyl-Skandals in der Hansestadt informieren. "Frau Schmid hat am Tag der Amtseinführung von Bundesminister Seehofer am 14. März 2018 erstmals telefonisch im BMI-Ministerbüro nach einem Termin beim Bundesminister angefragt", bestätigt das Innenministerium in Berlin.

Schmids Kontaktversuche reichen aber noch weiter zurück. "Schon seit dem 1. März 2018" habe sie sich "hilfesuchend" an Seehofer gewandt, schreibt Schmid in einem auf den 13. Mai datierten Brief an den Minister, welcher der dpa vorliegt. In dem Brief nennt Schmid die Vorgänge in Bremen den "größten Flüchtlingsskandal der Republik", den sie Seehofer persönlich schildern wolle. Das Innenministerium hat den Eingang des Schreibens bestätigt.

Unrechtmäßiges Asyl in mindestens 1.200 Fällen

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Schmids Vorgängerin, weil diese mindestens 1.200 Menschen unrechtmäßig Asyl gewährt haben soll. Schmid selbst wurde in der vorigen Woche gegen ihren Willen aus Bremen abberufen und wehrt sich dagegen vor Gericht. Die BAMF-Zentrale hat Schmid in ihre bisherige Dienststelle im bayerischen Deggendorf zurückbeordert – nur einen Tag, nachdem ihr interner Bericht mit Vorwürfen gegen die Bundesbehörde bekannt geworden war.

Schmids Bericht zufolge soll die Zahl der fragwürdigen Asylbescheide noch höher liegen und die Zentrale schon früher Hinweise darauf gehabt haben. Es bestehe der Verdacht, dass das BAMF die Affäre nicht aufklären wolle und selbst in diese verstrickt sei, schreibt Schmid. Das Bundesinnenministerium sieht für diese Behauptung keine Grundlage. Schmids Wechsel sei außerdem keine Strafversetzung.

Verwendete Quellen:
  • dpa

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