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Umbau der Bundeswehr: Von der Leyen fordert Tagesmütter in die Kasernen

Umbau der Bundeswehr  

Von der Leyen fordert: Tagesmütter in die Kasernen

12.01.2014, 08:43 Uhr | dpa

Umbau der Bundeswehr: Von der Leyen fordert Tagesmütter in die Kasernen. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen will die Bundeswehr auf familienfreundlich trimmen (Quelle: dpa)

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen will die Bundeswehr auf familienfreundlich trimmen (Quelle: dpa)

Teilzeitmodelle, bessere Kinderbetreuung, weniger Versetzungen: Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen will die Bundeswehr zu einem familienfreundlichen Unternehmen umbauen. "Mein Ziel ist es, die Bundeswehr zu einem der attraktivsten Arbeitgeber in Deutschland zu machen", so die Ministerin. "Das wichtigste Thema ist dabei die Vereinbarkeit von Dienst und Familie", sagte die CDU-Politikerin der "Bild am Sonntag".

Als eine der ersten Maßnahmen plant von der Leyen den Ausbau der Kinderbetreuung in den Kasernen. "Wir brauchen ein flexibles System der Kinderbetreuung rund um die Bundeswehr", so die Ministerin. "Wir sollten gerade für die Betreuung in Randzeiten sehr viel stärker mit Tagesmüttern arbeiten. Denn das ist eine besonders flexible Form der Kinderbetreuung und wir haben den großen Vorteil, dass es in vielen Kasernen den Platz dafür gibt."

Die Truppe müsse zudem Dienst- und Familienzeiten besser aufeinander abstimmen. "Unsere Soldatinnen und Soldaten lieben ihren Beruf, aber sie möchten auch, dass ihre Ehen halten und sie ein glückliches Familienleben führen." Die familienunfreundlichen Bedingungen in der Bundeswehr sind ein häufiger Kritikpunkt von Soldaten.

Dreitagewoche für Eltern

Künftig sollen diese nach dem Willen der Ministerin ganz selbstverständlich Teilzeitmöglichkeiten nutzen können: "Wer etwa in der Familienphase die Option einer Drei- oder Viertagewoche nutzt, muss weiter Karriereperspektiven haben", so die Ministerin.

Sie denke dabei auch an Lebensarbeitszeit-Konten, auf die Überstunden eingezahlt würden und von denen Freizeiten abgehoben werden könnten - sei es für die Betreuung von kleinen Kindern oder alter Eltern.

Die Bundeswehr könne im "Wettbewerb um die besten Köpfe" mit den zivilen Arbeitgebern nur bestehen, wenn Teilzeit und Elternzeit selbstverständlich seien.

Die häufigen Versetzungen der Soldaten will von der Leyen auf das Notwendige begrenzen: "Karriere bei der Bundeswehr darf im Regelfall nicht bedeuten: immer im Dienst und alle paar Jahre ein Umzug."

Da die Lebenspartner der Soldaten häufig selbst berufstätig seien, trügen Versetzungen große Spannungen in die Familien. "Ich werde mir das System der nahezu automatischen Versetzungen alle zwei bis drei Jahre genau ansehen. Wenn jemand eine steile Karriere macht, dann geht das auch in großen Wirtschaftskonzernen nicht ohne häufige Positions- und Ortswechsel. Aber die Frage ist, ob dies für die große Mehrheit der Soldatinnen und Soldaten immer sinnvoll ist."

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