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Irak: Rüstungsgüter nicht verfügbar - Lieferung gestoppt

Lieferung an Kurden gestoppt  

Deutsche Irak-Hilfe aus "Schrottwesten" und kaputten Lkw

20.08.2014, 10:59 Uhr | dpa

Irak: Rüstungsgüter nicht verfügbar - Lieferung gestoppt. Ein Unimog auf dem Flughafen von Kinshasa: Die Bundeswehr setzt den geländetauglichen Klein-Lkw auch bei Auslandseinsätzen ein (Quelle: Imago/starmedia)

Ein Unimog auf dem Flughafen von Kinshasa: Die Bundeswehr setzt den geländetauglichen Klein-Lkw auch bei Auslandseinsätzen ein (Quelle: Imago/starmedia)

Die Bundeswehr kann die kurdische Armee im Kampf gegen die IS-Terrormilizen nicht wie zugesagt auszurüsten. Grund ist die zum Teil völlig veraltete und defekt Ausrüstung. Das gehe aus einen vertraulichen Papier des Bundesverteidigungsministeriums für Generalinspekteur Volker Wieker hervor, das der "BILD"-Zeitung vorliege. Zudem stoppte die Bundeswehr jetzt alle geplanten Hilfsflüge.

Demnach können Schutzwesten gar nicht geliefert werden, weil deren Schutzplatten im Innern brüchig geworden seien. Sie würden keinen Schutz bieten, heiße es in der Aufstellung. Die "Bild" spricht sogar von "Schrottwesten".

Bei Nachtsichtgeräten seien von mehr als 1000 geplanten lediglich 680 sofort verfügbar. 400 könnten vermutlich erst in drei Wochen besorgt werden. Die Geräte seien Mangelware bei der Bundeswehr.

Mehr als 20 defekte Kleinlaster

Beim Kleinlaster Unimog gebe es ebenfalls massive Probleme: Von 58 möglichen Autos, seien 35 gar nicht einsatzbereit, hätten keine Zulassung mehr für die Verwendung in der Bundeswehr und müssten teuer repariert werden. Problemlos lieferbar seien nur Schutzhelme, Funkgeräte und Metall-Detektoren, schreibt das Blatt.

Derweil wurde bekannt, das die für den heutigen Mittwoch geplanten Hilfsflüge der Bundeswehr in den Nordirak verschoben wurden. Es liege keine Landeerlaubnis für einen Zwischenstopp im türkischen Incirlik vor, sagte ein Sprecher der Luftwaffe.

Zoff wegen Spionage

Zwischen Berlin und Ankara gibt es Verstimmungen, nachdem vor wenigen Tagen bekannt wurde, dass der Bundesnachrichtendienst (BND) offenbar seit Jahren den Nato-Partner Türkei ausspioniert.

Nach den ursprünglichen Plänen sollten vom Luftwaffen-Stützpunkt im schleswig-holsteinischen Hohn aus etwa 20 Tonnen Lebensmittel an Bord von drei Transall-Maschinen in den Nordirak geflogen werden.

Erst in der Nacht zum vergangenen Samstag waren Bundeswehrmaschinen mit Hilfsgütern im nordirakischen Erbil gelandet. Es wurden 36 Tonnen an Lebensmitteln und Sanitätsmaterial in das Krisengebiet gebracht.

In die Region haben sich Zehntausende Jesiden, Christen und andere Vertriebene gerettet, die vor der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) geflüchtet waren.

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