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Streit um G36-Sturmgewehr: "Kein Bundeswehr-Soldat in Gefahr geraten"

Streit um Sturmgewehr  

"Kein Soldatenleben durch G36 in Gefahr geraten"

02.04.2015, 17:25 Uhr | t-online.de, dpa, AFP

Streit um G36-Sturmgewehr: "Kein Bundeswehr-Soldat in Gefahr geraten". Standardwaffe der Bundeswehrsoldaten: das G36-Sturmgewehr von Heckler&Koch. (Quelle: dpa)

Standardwaffe der Bundeswehrsoldaten: das G36-Sturmgewehr von Heckler&Koch. (Quelle: dpa)

Der Wehrbeauftragte des Bundestags, Hellmut Königshaus, hat die Kritik an dem G36-Sturmgewehr der Bundeswehr relativiert. "Man wollte eine relativ leichte Waffe, die einfach zu handhaben ist", sagte Königshaus. "Der Preis dafür ist geringere Präzision". Insofern sei es falsch, pauschal die Beschaffung als Fehler zu kritisieren. Es gebe auch keine Hinweise darauf, dass deutsche Soldaten wegen einer mangelnden Präzision des Gewehrs in Gefahr geraten seien, sagte Königshaus der "Passauer Neuen Presse".

Die Beschaffung des umstrittenen Gewehrs sei demnach von vornherein "ein Kompromiss" gewesen. Wesentliche Teile des G36 bestehen aus glasfaserverstärktem Kunststoff. Daher ist die Waffe wesentlich leichter als ihr Vorgänger, das G3-Sturmgewehr.

Die Bundeswehr hatte zuletzt über massive Probleme bei der Treffsicherheit des G36 berichtet. Diese treten aber offensichtlich nur bei hohen Außentemperaturen sowie bei Hitzeentwicklung durch intensives Schießen auf. Unter normalen mitteleuropäischen Bedingungen sei jedoch aus Königshaus' Sicht "am G36 nichts auszusetzen".

Probleme waren bekannt

Es sei aber gut, dass diese Frage jetzt untersucht werde. "Ich habe immer wieder auf diese Probleme hingewiesen. Der Soldat im Einsatz muss wissen, unter welchen - auch klimatischen - Bedingungen auf sein Sturmgewehr Verlass ist."

Das G36 ist die Standardschusswaffe der Bundeswehr. Zum Zeitpunkt der Umrüstung wurden vorwiegend Wehrdienstleistende in Deutschland an dem Gewehr ausgebildet. Auslandseinsätze standen, anders als heute, nicht im Fokus der Bundeswehr. Sie war vorwiegend für den Verteidigungsfall in Deutschland aufgestellt.

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hatte angekündigt, eine Kommission solle die Probleme mit dem Sturmgewehr G36 und ihre Folgen genauer untersuchen. Die Ministerin schloss auch Schadenersatzforderungen an den Hersteller Heckler & Koch nicht aus. Bei Einsätzen etwa in Afghanistan und im westafrikanischen Mali soll das G36 nur noch eingeschränkt genutzt werden.

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