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Marschflugkörper: Bundesrechnungshof rügt Bundeswehr

Bericht über Bundeswehr  

Mangelhafte Lenkflugkörper kosteten 60 Millionen

20.04.2016, 09:54 Uhr | dpa

Marschflugkörper: Bundesrechnungshof rügt Bundeswehr. Korvette der Bundeswehr auf dem Marinestützpunkt Warnemünde. (Quelle: imago images/BildFunkMV)

Korvette der Bundeswehr auf dem Marinestützpunkt Warnemünde. (Quelle: BildFunkMV/imago images)

Die Bundeswehr kauft offenbar gerne Waffen ein und stellt erst nachher fest, dass sie nicht ausreichend funktionieren. Der Bundesrechnungshof hat schon wieder Mängel bei der Vergabe von Rüstungsaufträgen durch die deutsche Armee kritisiert. 

Konkret: Im Jahr 2012 beglich die Bundeswehr laut Rechnungshof den vollen Kaufpreis von 60 Millionen Euro für 30 neue Lenkflugkörper, ohne vorher die Einsatzfähigkeit des Waffensystems für die Korvetten der Marine ausreichend überprüft zu haben. So das Prüfergebnis des Rechnungshofs.

Ein Jahr später stürzten zwei Flugkörper bei einer Einsatzprüfung ins Meer. Der Test wurde wiederholt, was mehrere Millionen Euro kostete, und ergab, dass die Lenkflugkörper nur gegen Ziele auf See, aber nicht gegen Ziele an Land eingesetzt werden können. Der Kaufvertrag, kritisieren die Rechnungsprüfer, habe der Bundeswehr keine Möglichkeit gegeben, den Hersteller an den Kosten der Tests zu beteiligen.

Verträge besser gestalten

Der Rechnungshof forderte das Verteidigungsministerium auf, dafür zu sorgen, dass die Lenkflugkörper schnellstmöglich auch für den Einsatz gegen Ziele an Land einsetzbar sind. Zudem wurde die Bundeswehrführung aufgefordert, Verträge künftig so zu gestalten, dass Entwicklungsrisiken angemessen berücksichtigt und Folgekosten verursachungsgerecht verteilt werden.

Die Rechnungsprüfer warfen der Bundeswehr zudem vor, Einsparpotenziale beim Einkauf ungenutzt zu lassen - weil sie ihr IT-System nicht konsequent und zudem fehlerhaft einsetze. Die Armee könnte mit richtigen Analysen mehr als zehn Prozent des Einkaufswertes einsparen. Zur Orientierung: 2013 hatte die Bundeswehr Waren und Dienstleistungen für 4,5 Milliarden Euro beschafft.


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