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Plagiat-Affäre: Wissenschaftler fordern Guttenberg-Bericht zu veröffentlichen

Wissenschaftler: Guttenberg-Bericht veröffentlichen

12.04.2011, 10:31 Uhr | AFP, dapd

Plagiat-Affäre: Wissenschaftler fordern Guttenberg-Bericht zu veröffentlichen. Plagiat-Affäre: In seiner Doktorarbeit (links) hat Ex-Minister Guttenberg nachweislich reichlich abgekupfert (Fotos: dpa)

In seiner Doktorarbeit (links) hat Ex-Minister Guttenberg nachweislich reichlich abgekupfert (Fotos: dpa)

Führende Vertreter aus der Wissenschaft haben die Veröffentlichung des Untersuchungsberichts zur Doktorarbeit des früheren Verteidigungsministeriums Karl-Theodor zu Guttenberg gefordert. Wer in der Öffentlichkeit Ruhm erfahren habe, müsse auch akzeptieren, dass sein Fehlverhalten öffentlich werde, erklärte der Präsident des Deutschen Hochschulverbands, Bernhard Kempen, gegenüber "Spiegel Online".

Guttenberg brüskiere seine Universität Bayreuth, wenn er gegen die Veröffentlichung ihres Berichts vorgehe, sagte Kempen. Auch die Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz, Margret Wintermantel, sprach sich für eine Veröffentlichung aus. "Die Universität Bayreuth sieht sich zurecht verpflichtet, nachvollziehbar darzulegen, dass und wie sie mit großer Gewissenhaftigkeit in diesem Fall aufklärt", sagte sie ebenfalls zu "Spiegel Online".

Anwalt: Vorverurteilung

Von einer Vorverurteilung seines Mandanten durch die Bayreuther Uni hatte Guttenbergs Anwalt gesprochen. In einem Brief an die Universitätsleitung forderte er, dass der in Arbeit befindliche Bericht einer Kommission zu den Vorwürfen nicht veröffentlicht wird. Die Uni weist den Vorwurf der Vorverurteilung zurück und strebt eine Veröffentlichung an.

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Der ehemalige Minister und Polit-Star hat bei der Erstellung seiner Dissertation im Fach Jura nachweisbar im großen Stil abgeschrieben, ohne entsprechende Stellen als Zitate zu kennzeichnen. Die Universität in Bayreuth hat ihm seinen Doktortitel aberkannt; wegen der Affäre erklärte Guttenberg am 1. März schließlich seinen Rücktritt und zog sich danach von allen politischen Ämtern zurück.

Plagiat-Opfer kritisiert Freiherr

Die Schweizer Journalistin Klara Obermüller - eines von Guttenbergs Plagiat-Opfern - hat unterdessen den Versuch des Freiherrn kritisiert, die Veröffentlichung des Berichts juristisch zu verhindern. "Was Guttenberg macht, ist grotesk", sagte Obermüller der "Frankfurter Rundschau". Der wegen des Skandals um seine Doktorarbeit zurückgetretene Minister hatte in der Arbeit unter anderem aus einem Leitartikel Obermüllers abgeschrieben.

Verklagen wolle sie Guttenberg zwar nicht, erklärte die Journalistin, "aber ich bin absolut der Meinung, dass er die Universität den Bericht veröffentlichen lassen muss". Sein Versuch, die Veröffentlichung zu verhindern, "riecht mir stark nach Sonderrecht", sagte Obermüller. "Das gefällt mir nicht, das ist sehr undemokratisch."

Trotz des Streits um die Veröffentlichung des Berichts hofft Guttenbergs Partei, die bayerische CSU, weiter auf dessen Rückkehr in die Politik. "Unsere Türen stehen für ihn jederzeit offen", sagte die neue Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Gerda Hasserfeldt, der Onlineausgabe von "Bild".

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