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Thilo Sarrazin kritisiert von der SPD geplante Migrantenquote

Sarrazin kritisiert geplante Migranten-Quote in der SPD

04.05.2011, 11:04 Uhr | dpa

Ex-Bundesbanker Thilo Sarrazin bleibt ein Stachel im Fleisch der SPD. Gleich bei seinem ersten Auftritt nach dem Stopp des Parteiordnungsverfahrens kritisierte er die - von der SPD-Führung gerade erst angekündigte - Migrantenquote.

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"Der Verstand kommt oder geht ja nicht damit, dass man Migrant ist", sagte der Ex-Bundesbanker am Dienstagabend bei einer Veranstaltung in Waltrop im Ruhrgebiet. In der Berliner SPD gebe es bereits Vorsitzende mit ausländischen Wurzeln. "Je migrantischer diese Leute eingestellt sind, desto weniger neigen sie dazu, Probleme oder Schwierigkeiten objektiv zu sehen."

Parteichef Sigmar Gabriel und Generalsekretärin Andrea Nahles am Vortag mitgeteilt, sie planten eine Migrantenquote für SPD-Führungsämter. Eine Selbstverpflichtung solle dafür sorgen, dass in allen Gremien der Bundespartei 15 Prozent der Sitze mit Mitgliedern besetzt würden, die ausländischer Herkunft sind.

Grundlage für den Begriff Migrant soll die Definition des Statistischen Bundesamtes sein, wonach eine Person noch einen Migrationshintergrund hat, wenn seine Großeltern nach Deutschland eingewandert sind. Derzeit hätten etwa 14 Prozent der SPD-Mitglieder ausländische Wurzeln, hieß es. An der Parteispitze, im Vorstand und damit im Präsidium, gibt es laut SPD-Chef Sigmar Gabriel jedoch niemanden mit Migrationshintergrund. Im Parteirat allerdings viele.

Sarrazin: Intelligenz ist erblich

Sarrazin sagte in Waltrop weiter, wer die Erblichkeit von Intelligenz leugne, sei "strohdumm oder auf kriminelle Weise denkfaul". In seiner Erklärung vor der SPD-Spitze habe er von den Aussagen seines Buches kein Wort zurückgenommen. Dies habe auch niemand von ihm verlangt.

Teile der Partei kritisieren den Verzicht auf einen Parteiausschluss Sarrazins scharf. So warf etwa die Nord-SPD Sarrazin am Dienstag vor, seine Thesen von vererbbarer Intelligenz und fehlendem Integrationswillen der Muslime seien menschenunwürdig und widersprächen sozialdemokratischen Grundwerten.

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