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Fall Guttenberg: Ex-Vizepräsident kritisiert Uni

Ex-Vizepräsident der Uni Bayreuth verurteilt Jagd auf Guttenberg

11.05.2011, 14:14 Uhr | dpa

Fall Guttenberg: Ex-Vizepräsident kritisiert Uni. Plagiat-Affäre: Karl-Theodor zu Guttenberg legte sein Amt als Verteidigungsminister am 1. März nieder (Foto: dpa)

Karl-Theodor zu Guttenberg legte sein Amt als Verteidigungsminister am 1. März nieder (Foto: dpa)

Der frühere Vizepräsident der Universität Bayreuth, Walter Schmitt-Glaeser, hat die Hochschule in der Guttenberg-Debatte kritisiert. Nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung beklagt der Staatsrechtler in einem dreiseitigen offenen Brief eine "Treibjagd" gegen Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) in der Debatte über dessen Doktortitel.

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"Mit jedem anderen Doktoranden wäre die Universität anders umgegangen", sagte Schmitt-Glaeser. "Es war richtig, ihm den Doktortitel abzuerkennen, und es war auch richtig, dass er als Minister zurückgetreten ist. Aber was jetzt passiert, ist eine einzige Treibjagd."

"Fürsorgepflicht massiv verletzt"

Die Universität habe mit der angekündigten Veröffentlichung des Kommissionsberichts auch die Fürsorgepflicht für ihren ehemaligen Studenten massiv verletzt. Schmitt-Glaeser zufolge hatte die Universität nach Aberkennung des Doktortitels keine Berechtigung mehr, die Sache weiter zu verfolgen.

Die Universität Bayreuth will am Mittwoch den Abschlussbericht zur Guttenberg-Plagiatsaffäre veröffentlichen. In dem mehr als 40-seitigen Bericht kommt die Kommission "Selbstkontrolle in der Wissenschaft" zu dem Schluss, dass Guttenberg bei seiner Doktorarbeit die Standards guter wissenschaftlicher Praxis grob verletzt und die Prüfungskommission vorsätzlich getäuscht hat. Die Hochschule hatte Guttenberg bereits am 23. Februar den Doktortitel aberkannt.

Guttenberg bestreitet bewusste Täuschung

Guttenberg hatte gravierende Fehler in seiner Dissertation eingeräumt, eine bewusste Täuschung jedoch immer bestritten. Die Hochschule hatte Guttenberg nach vorläufiger Prüfung der Vorwürfe bereits am 23. Februar den Doktortitel aberkannt. Am 1. März legte er sein Ministeramt nieder.

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